„Alterszahnheilkunde“ – Präsentation aktueller implantatprothetischer Konzepte am 25. und 26. Januar – Röntgenbilder aus der Praxis zur Diskussion sind gewünscht

Ein Blick in die Statistik verdeutlicht den demographischen Alterungsprozess: Die ursprünglich größte mittlere Altersgruppe der 35- bis 49-Jährigen nimmt stetig ab. Heute stellt sie mit 20 Millionen Menschen knapp 40 Prozent der Menschen im Erwerbsalter dar. Im Jahr 2050 wird sie von der Gruppe der 50- bis 64-Jährigen übertroffen. Vor diesem Hintergrund sollten sich Behandlungskonzepte auf diese Altersgruppe einstellen. Mit dieser komplexen Thematik befasst sich das aktuelle Kursmodul der Deutschen Gesellschaft für Zahnärztliche Implantologie e.V. (DGZI) „Alterszahnheilkunde“ am 25. und 26. Januar 2013. Es findet im Rahmen des Curriculum Implantologie der DGZI im Maritim Hotel in Bonn statt und kann auch als Einzelmodul gebucht werden. Kurzfristige Anmeldungen für einige wenige Plätze sind noch möglich.

Wir werden uns mit praxistauglichen Konzepten innerhalb unterschiedlich stark atrophierter Kiefer sowie implantatprothetischer Planung und Umsetzung auseinandersetzen“, führt Dr. Rolf Vollmer aus. Der in Wissen in eigener Praxis niedergelassenene Zahnarzt und Implantologe ist im Vorstand der DGZI und prägt seit mehr als 20 Jahren die Geschicke der ältesten wissenschaftlichen Fachgesellschaft für Implantologie in Europa. „Alle Teilnehmer laden wir ausdrücklich dazu ein, eigene Fälle respektive Röntgenbilder gerne in digitaler Form – mitzubringen, die wir diskutieren und auswerten.“ Denn „der DGZI lag schon immer am Herzen, auf Augenhöhe mit Kolleginnen und Kollegen aktuelle praxisnahe Wege für eine erfolgreiche und qualitätsorientierte Implantologie zu vermitteln.“

Kursleiter sind darüber hinaus die Referenten Prof. Dr. Werner Götz (Uni Bonn), Dr. Rainer Valentin (Köln) und Dr. Peter Minderjahn (Stolberg bei Aachen). Typische Altersveränderungen werden ebenso thematisiert wie orale Alterskrankheiten (Stichwort Xerostomie) sowie mögliche Medikationen (z.B. Bisphosphonat-Therapie) und ihre Auswirkungen auf den Implantaterfolg. Es geht außerdem um „praktische Gerontostomatologie“ unter ernährungmedizinischen Aspekten, um internistische Krankheitsbilder und mögliche Kontraindikationen für eine implantologische Therapie. Darüber hinaus gehört ein „Update Notfallmedizin“ zum Inhalt der Fortbildung. Der Kurs greift konkrete implantatprothetische Fragestellungen auf (Welche Verbindungsmöglichkeiten und Halteelemente – Stege, Konuskronen, Teleskope, Kugelanker –  sind in welchen Situationen sinnvoll?) Es wird besprochen, wie Implantatpatienten in ein Recall-Programm integriert werden, um z.B. periimplantäre Veränderungen oder gar Implantatverluste vorzubeugen. Fallpräsentationen und von den Kursteilnehmern mitgebrachte Röntgenbilder veranschaulichen das Gesagte.

Dr. Vollmer: „Der Kurs umfasst darüber hinaus Informationen zu rechtlichen Aspekten im Behandlungsverhältnis bei alten Patienten, z.B. wie das Praxisteam mit einer ‚Versorgungsvollmacht‘ umgeht. Dr. Minderjahn zeigt außerdem auf, welche Merkmale mit Blick auf Ausstattung und Einrichtung zu einer altersgerechten Zahnarztpraxis gehören und inwiefern das anamnestische Gespräch ‚mit älteren und alten Patienten‘ eine Besonderheit darstellt.“

Weitere Infos und Anmeldungen über die DGZI-Geschäftsstelle:
DGZI Deutsche Gesellschaft für Zahnärztliche Implantologie e.V. (www.DGZI.de);
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