Anmeldestart zum 46. Internationalen Jahreskongress der DGZI in München

Ab sofort können Sie sich offiziell zum diesjährigen DGZI Jahreskongress in München anmelden.

Das vollständige Kongressprogramm ist hier abrufbar.

Die DGZI wird in diesem Jahr am Rande des Oktoberfestes den internationalen Jahreskongress begehen – eine rechtzeitige Anmeldung und Zimmerreservierung ist aus diesem Grund empfohlen.

ONLINE Anmeldung unter www.dgzi-jahreskongress.de

Englisch Program version – DGZI International Meeting in Munich, Sept 30 – Oct 1, 2016

Please find here the english version of the program on behalf of the 46. Annual International Meeting of DGZI.

If you have any question please do not hesitate to contact us by: sekretariat@dgzi-info.de.

Please note!
The congress will be held while the „OKTOBERFEST MUNICH“ one of the the biggest carnival in Germany. Please take care for accommodation ASAP.

Die Hauptstadt Implantologen auf DGZI-Studiengruppenkurs!

Mit der neuen DGZI Studiengruppe „New Generation Berlin“ gründet sich innerhalb von zwei Jahren schon die zweite Gruppe junger Zahnärzte in der Traditionsgesellschaft DGZI.

Kenner der Szene wissen, dass die Landschaft der Fortbildungen und Kongresse, der Studiengruppen und Workshops innerhalb der Zahnmedizin und speziell der oralen Implantologie eine sehr Vielfältige ist. Rein statistisch kann man als Zahnarzt wohl täglich innerhalb Deutschlands eine Fortbildung besuchen, was die Wahl der Richtigen für den fortbildungsinteressierten Zahnarzt nicht gerade leichter macht.

Umso erfreulicher ist es, wenn zumal an einem Samstagabend die DGZI zur Gründung der neuen DGZI Studiengruppe „New Generation Berlin“ aufruft und innerhalb von wenigen Wochen diese Veranstaltung ausgebucht ist. An sich schon ein toller Erfolg. Aber da Qualität vor Quantität geht, präsentierte der Initiator der neuen DGZI Gruppe, der Berliner Implantologe Rabi Omari, gleich noch ein spannendes und gut abgestimmtes Programm. Unter anderem sprachen der Hamburger Studiengruppenleiter Navid Salehi, die Kölner Studiengruppenleiter Arzu Tuna und Umut Baysal über Sofortimplantation im Frontzahnbereich und die DGZI Vorstandsmitglieder Rolf Vollmer und Rainer Valentin über moderne Aspekte der Implantologie. Auch in diesem Vortrag stand der Teamgedanke in der zahnärztlichen Implantologie im Vordergrund, wurden siehier vom Zahntechnikermeister Michael Anger als Co-Referenten unterstützt.

Überraschend und erfreulich zugleich war, dass auch die Berliner Zahnärztekammer dieser Veranstaltung Aufmerksamkeit schenkte und Kammerpräsident Wolfgang Schmiedel persönlich anwesend war und zu den weit über 100 Teilnehmern sprach. Besonderes Augenmerk richtete die Veranstaltung aber auf den kollegialen Erfahrungsaustausch. Und so wurde vor der Veranstaltung und besonders beim anschließenden Get-Together vieldiskutiert, kennengelernt und Zukünftiges geplant. Ein toller Anfangserfolg für die noch junge Gruppierung um Rabi Omari, der man für die Zukunft noch weitere solch erfolgreiche Treffen wünscht.

Video

Die Studiengruppen haben in der DGZI eine lange Tradition. Bereits seit den 1970-er Jahren treffen sich regelmäßig kleine, meist regional verankerte Zahnärzte zum kollegialen Erfahrungsaustausch. Dass der demographische Faktor auch an fast 50 Jahren DGZI nicht vorbeigeht hat der Vorstand rechtzeitig erkannt und fördert intensiv und mit großem Engagement die jungen Gruppierungen im Verband. Und dies nicht nur in materieller Hinsicht. Mit Navid Salehi und Markus Quitzke sitzen zwei Vertreter der jungen Generation im DGZI Vorstand. Unterstützung bei der Organisation und der Programmatik der Studiengruppen Treffen, kostenfreie Mitgliedschaft für Studenten der Zahnmedizin, das E-Learning Curriculum Implantologie für Studenten und junge Zahnärzte und eine Vielzahl weiterer Maßnahmen zeigen, dass der DGZI Vorstand sehr wohl verstanden hat: Tradition und Innovation, Unterstützung aller Mitglieder insbesondere aber auch der aktiven, jungen Gruppierungen in der DGZI sind der richtige Weg in Sicht des 50 jährigen Bestehens der traditionsreichsten implantologischen Fachgesellschaft in wenigen Jahren.

DGZI New Generation rockt die Hamburger Hafencity

Am 30. Januar 2016 fand in der Hansestadt Hamburg das Studiengruppentreffen „New Generation of Oral Implantology“ der DGZI unter dem Motto „Implantologie versus Endodontie & Parodontologie – Konkurrenz oder Synergie?“ statt.

Als Referenten waren zwei auf ihrem Gebiet ausgewiesene Spe­zialisten eingeladen. Thomas Clauder als hochrenommierter Endodontologe und Dr. Kai Fischer von der Universität Witten/Herdecke, welcher im Bereich der Parodontologie intensive Forschung betreibt. Der DGZI Studiengruppenleiter Dr. Navid Salehi begrüßte die Teilnehmer und stellte dasTagesprogramm vor. Dr. Kai Fischer startete mit seinem Vortrag zum Thema „Chancen und Grenzen der Parodontologie“, Thomas Clauder schloss sich mit einem Beitrag zu „Grenzen und Möglichkeiten der modernen Endodontie“ an. Nach den Vorträgen gab es eine Diskussion mit dem Konsens, dass alle Fachgebiete in der Zahnmedizin nur erfolgreich sein können, wenn es eine Synergie gibt. Nach der Mittagspause folgten Hands-on-Kurse, zu welchen die Teilnehmer aufgrund der besseren Betreuung in Zweierteams arbeiteten. Im Kurs von Dr. Fischer beschäftigte man sich mit „Implantation/Gewebsmanagement am Schweinekiefer und Schweineohr“. Es wurden Tunnelierungs-Techniken, Verschiebelappen, verschiedene Nahttechnikenund das Setzen von Implantaten (Zimmer Biomet) geübt. Bei Thomas Clauder stand die „Moderne Aufbereitung in der Endodontie“ im Mittelpunkt.

Offener und ehrlicher Austausch

Die durchweg jungen Teilnehmer, welche die Hands-on-Kurse begeistert aufnahmen, entwickelten im Rahmen der Veranstaltung einen offenen und ehrlichen Austausch miteinander. Genau dieser Punkt liegt Dr. Salehi sehr am Herzen: „Ich bin der Meinung, dass junge Teilnehmer und Referenten mehr auf einander zugehen und so Problematiken besser besprechen können. Eine Fortbildung sollte nicht nur ausVorträgen bestehen, viel mehr ist die offene Diskussion im Anschluss wichtig.“Derselben Meinung war auch Dr. Kai Fischer: „Wenn es um Fortbildungen geht, hat es lange zu wenige Veranstaltungen speziell für junge Zahnärzte gegeben. Natürlich gibt es viele curriculäre Angebote über alle Fachrichtungen hinweg. Diese sind häufig aber sehr teuer und eignen sich wenig, um in ein Thema hinein zu schnuppern.“ Angebote wie das DGZI New Generation Meeting in Hamburg zeigen, dass in kleinen Gruppen von Gleichaltrigen eine besondere Dynamikentsteht und auch Fragen gestellt werden, die auf Kongressen ungestellt bleiben würden. „Besonders spannend empfand ich die Themenauswahl in Form von Zwie­gesprächen‚ Endodontie vs. Implantologie‘ beziehungsweise ‚Parodontologie vs.Implantologie‘. Außerdem denke ich, dass die Kombination aus Vorträgen mit dem Fokus auf klinischen Fällen und Hands-on vor allem für junge Kollegen interessantist“, meint Fischer. Der Abend wurde mit einem „Come together“ abgerundet, bei welchem sich nicht nur die Teilnehmer, sondern auch die Referenten bei Snacks, Getränken und guter Laune bis spät in die Nacht austauschten.

GleichesTherapieziel

Mit dieser Veranstaltung und der bemerkenswerten Zusammenarbeit von Spezialisten dieser beiden Berufsgruppen, welche sonst nicht immer im gleichen Podium einer Tagung zusammenfinden, konnte die DGZI erfolgreich den Blick überden Tellerrand erweitern und aufzeigen, dass selbst diese unterschiedlichen Fachbereiche der Zahnmedizin letztendlich das gleiche Therapieziel verfolgen. Ob mit einer endodontischen Behandlung versucht wird, den natürlichen Zahn zuretten oder ihn bei gegebener Indikation sinnvollerweise durch ein Implantat zuersetzen – mit jeweils unterschiedlichen Herangehensweisen wird schließlich die stabile Mundgesundheit des Patienten angestrebt. Dr. Salehi als auch die begeisterten Teilnehmer blicken einer weiteren Ausgabe dieses Studiengruppentreffens freudig entgegen.
Die Studiengruppe „New Generation of Oral Implantology“ der DGZI bedankt sichfür die tolle Unterstützung von Zimmer Biomet, DENTSPLY, Hu Friedy und der Ärztefinanz.

DGZI – Deutsche Gesellschaft für
Zahnärztliche Implantologie e.V.
Paulusstraße 1
40237 Düsseldorf
Tel.: 0211 16970-77
sekretariat@dgzi-info.de
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Gründung der Studiengruppe „New Generation“ am 19. März 2016 in Berlin

Das aktuelle Programm finden Sie hier.
Bereits mehr als 120 Anmeldungen hat die DGZI anlässlich der Gründung der neuen Studiengruppe „New Generation“ am 19. März 2016 vorliegen.

Hier ….finden Sie das aktuelle Programm für diese Veranstaltung …..

46. Internationaler Jahreskongress der DGZI 2016 zum Oktoberfest in München

Jetzt schon anmelden!

46. Internationaler Jahreskongress der DGZI zum Oktoberfest in München vom 30. September -– 1. Oktober 2016, WESTIN Grand München

Nach dem Kongress ist vor dem Kongress! Diese Weisheit gilt auch für implantologische Fachverbände. Der DGZI Jahreskongress 2016 bietet neben einem traditionell hochkarätigen Mainpodium aber weitaus mehr. Gemeinsam mit weiteren Fachverbänden und thematisch vielfältigen Podien werden im Münchner WESTINGRAND Hotel eine ganze Reihe spannender Podien organsiert. Freuen Sie sich schon heute auf ein vielschichtiges Programm für das ganze Praxisteam! Für Oktoberfest Liebhaber bietet sich der Kongressbesuch ganz besonders an. Parallel zum DGZI Jahreskongress findet das letzte Wiesn- Wochenende 2016 statt.

DGZI-Studiengruppe „Westfalen“

Zu einem weiteren Treffen der Studiengruppe „Westfalen“ lud die DGZI am 11. November 2015 in die Zahnklinik & Zahnarztpraxis Unna im Medical Center, Unna.

Referent Fabian Hirsch aus Zeuthen bei Berlin erörterte in der Fortbildung „Innovation Axiom 2.8 und das ganzheitliche Axiom-Konzept in Verbindung mit PRF –körpereigene Wachstumsfaktoren“ u. a. Weichgewebsmanagement und stellte Fallpräsentationen vor. Wie in der Studiengruppe üblich wurden nach dem Vortrag Getränke und kleinen Speisen gereicht und intensive kollegiale Gespräche geführt sowie Erfahrungen ausgetauscht. Eines der Hauptthemen bildete dabei die aktuelle berufspolitische Entwicklung im Zusammenhang mit der Preisfindung von Implantaten für die Kostenvoranschläge für Patienten.

DGZI Patientenkampagne erfolgreich gestartet

DGZI Patientenkampagne erfolgreich gestartet

Die Information von Patienten und der breiten Öffentlichkeit ist einer der Pfeiler der Verbandsarbeit der DGZI.

Diesem Ziel werden wir mit der derzeit laufenden 4-monatigen DGZI Patientenkampagne gerecht. Deutschlandweit berichten wir über das Thema „Zahnimplantate” unter verschiedenen Fragestellungen in breit gefächerten Medien. Ob Tageszeitung, Magazin oder Onlineportal – landesweit erfolgt hier die Berichterstattung bis Februar 2016.

Den Artikel finden Sie hier….

Erster Absolvent des Curriculums “Zahntechnische Implantatprothetik”

Auch die dentalen Medien berichten über den ersten Absolventen des neuen Curriculum “Zahntechnische Implantatprothetik”

ZTM Oliver Beckmann erhielt seine Urkunde anlässlich des 46. Internationalen Jahreskongresses in Wiesbaden vor wenigen Wochen aus den Händen der beiden DGZI Vizepräsidenten Prof. Dr. Hille und Dr. Vollmer (wir berichteten bereits). Nun hat auch die renommierte Zeitschrift DENTALLABOR dieses Thema aufgenommen und berichtet in der aktuellen November Ausgabe darüber!

45. Internationaler Jahreskongress der DGZI

„Die Schnittstelle zwischen Zahntechnik und Implantologie muss nicht nur aktiviert und gepflegt, nein sie muss täglich gelebt werden!

„Dr. Georg Bach, Freiburg im Breisgau

Die Schnittstelle zwischen Zahntechnik und Implantologie muss nicht nur aktiviert und gepflegt, nein sie muss täglich gelebt werden! „Mit diesem klaren Statement zeigte Prof. (CAI) Dr. Roland Hille, der erneut als Kongresspräsident des Internationalen Jahreskongress der ältesten europäischen implantologischen Fachgesellschaft fungiert, nicht nur Flagge, nein er wies dem 45. Jahreskongress auch im Grußwort bereits den Weg! Ein Weg, den Zahnmediziner und Zahntechniker gemeinsam gestalten und beschreiten, der aber, hier hegte Prof.(CAI) Dr. Hille keine Zweifel, auch ein erfolgreicher Weg ist und sein wird. Die Zusammenarbeit zwischen Zahntechnikern und Zahnmedizinern indes wird immer mehrzu einem Credo der Deutschen Gesellschaft für Zahnärztliche Implantologie – ein erster Höhepunkt war die Etablierung des Curriculums Implantatprothetik, welches seit vielen Jahren überaus erfolgreich mit der Essener Fundamental durchgeführt wird, dann die Verstärkung des Vorstandsgremiums der DGZI mit dem Zahntechnikermeister Christian Müller – übrigens alles Alleinstellungsmerkmale, bzw. Premieren in der Landschaft der deutschen Implantatfachgesellschaften und nun – ebenfalls eine Premiere – ein Kongress der sich ganz diesem Thema widmet

45. Internationaler Jahreskongress

„Auch angesichts der unglaublichen Erfolge und der bemerkenswerten Reife, die die Implantologie heute erreicht hat – wir sind dennoch eine recht junge Sparte der Zahnmedizin. Und so ist die Tatsache, bereits einen 45. Jahreskongress ausrichten zu dürfen und hier ein Grußwort an Sie richten zu dürfen, Ehre und Verpflichtung zugleich!“ – DGZI Präsident Herbert Deppe konnte sein Grußwort nicht nur zahlreiche Mitglieder der ältesten Fachgesellschaft Deutschlands richten, sondern auch an eine erfreuliche Anzahljüngerer Kolleginnen und Kollegen, die (noch) nicht der DGZI angehören und auch– dies eine echte DGZI Tradition – an eine stolze Anzahl ausländischer Kolleginnen und Kollegen befreundeter Fachgesellschaften. Hier seien vor allem die japanische Delegation und die die aus dem gesamtarabischen Raum erwähnt ,aber auch die aus dem osteuropäischen Raum angereisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Kongresspräsident Prof. (CAI) Roland Hille brachte es in seinem anschließenden Grußwort auf den Punkt – „Science Fiction trifft Realität“!

Vieles aus dem Füllhorn digitaler Technologien war gestern noch Utopie und ist heute bereits in den Praxen fest etabliert. Eine Tatsache, die die Zahntechnik momentan revolutioniert, aber auch das Wesen der Zahnmedizin stark verändert – die Deutsche Gesellschaft für zahnärztliche Implantologie stellt sich nicht nur dieser Entwicklung, sie möchte Sie auch begleiten und gestalten!

Aufzeigen von Fallstricken und Komplikationen in der Implantologie

Ein Teil dieses aktiven Auseinandersetzens mit der rasanten Entwicklung in der Implantologie ist auch das Erkennen und Benennen von Komplikationen – um zu gewährleisten, damit andere solche negativen Erfahrungen nicht machen müssen. Somit war der erste Vortragsblock nach der Eröffnung durch den Kongresspräsidenten Prof. (CAI) Roland Hille und durch den DGZI-Präsidenten, Professor Herbert Deppe, solchen Komplikationen der Implantologie gewidmet:

Mit einer brisanten Frage startete Dr. Elisabeth Jacobi-Greser „Gibt es Immunreaktionen auf Titanimplantate?“ und berichtete über Erfahrungen aus ihrer umweltmedizinisch orientierten Praxis und konnte ausführen, dass genetische Prävalenzen für vier Risikogenpolymorphismen bekannt sind:

IL-a und b, ILRA und TNF-a), wovon 17-27 für Europäer relevant sein können, weil diese mit einer erhöhten Neigung zu Periimplantitis und Inplantatverlusteingehen können.

Frau Jacobi-Gresser definierte in Ihren Ausführungen die Einschätzung, dass bei einem gewissen Anteil, den sie mit „deutlich unter 15 Prozent“ des gesamten Patientenkontingents bezifferte, eine klinische Indidenz zu erwarten sei.

Eine Metaanalyse von Assoziationsstudien (Liao et. al. 2014) untermauerten die Ausführungen der Umweltzahnmedizinerin.

Dies bedeute, dass bei Implantatpatienten Probleme mit Partikeln von Titanimplantaten auftreten können, die zu massiven Problematiken führen können. Ihr Lösungsansatz ist das konsequente Anwenden von metallfreien Implantaten.

DGZI-Präsident Professor Deppe berichtete über die Ergebnisse einer in-vitro-Studie zu implantatbedingten Frakturen der atrophen Mandibula und berichtete, dass ein entsprechendes Risiko zwar sehr gering ist(unter 0,2%), wenn die Fraktur jedoch auftritt, dann birgt diese erhebliche negative Konsequenzen für den Patienten. Zur deutlichen Festigkeitssteigerung trägt die Eingliederung eines Steges auf möglichst vier dünnen Implantaten.

Ein schönes Zeichen der guten Zusammenarbeit der etablierten implantologischen Fachgesellschaften ist die rege gegenseitige Referententätigkeit – ein Beispiel:

DGI-Pastpräsident Professor Dr. Dr. Hendrik Terheyden brachte einen vielbeachteten Beitrag in das wissenschaftliche Programm ein, der Chef der Kieferchirurgischen Abteilung des Rotkreuz-Krankenhauses in Kassel sprach über „Komplikationen im Sinus“.

Terheyden postulierte, dass mangelhafte Augmentationen das Risiko für die Instabilität eines Implantates erhöht und bezifferte ferner die Verletzung der Schneiderschen Membran beim Sinuslift bei ca. 20% Septen und Nikotin wurden in seinen Ausführungen erhebliches Risikopotential zugewiesen. Risikomindernd hingegen wirken sich suffiziente Diagnostik und Befundung und die Beseitigung von Knochendefiziten aus.

Den Fokus auf das Weichgewebe legte Professor Dr. Michael Christgau der über periimplantäres Weichgewebemanagement zur Reduktionästhetischer Komplikationen sprach und zunächst die „Rahmenbedingungen für Ästhetik“ definierte. Hohe Wertigkeit wies der Düsseldorfer Parodontologe der Beachtung des dento-ginigivalen Komplexes zu, was sich vor allem in atraumatischen Extraktionen und in einer suffizienten Socket-Surgery zeigen sollte.

Konzept Schnittstelle Zahnmedizin – Zahntechnik

Bereits 2012 war die DGZI mit Ihrer Initiative „Qualitätsorientierte Implantologie“ an den Start gegangen und hatte damit große Aufmerksamkeit in der zahnärztlichen, aber auch in der allgemeinen Öffentlichkeit hervorgerufen. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass die Deutsche Gesellschaft für zahnärztliche Implantologie hier (erneut) einen Trendgesetzt hat.

Seither sind die Themen der jeweiligen Jahreskongresse auch das Generalthema der gesamten Aktivitäten der DGZI für das laufende Jahr.

Diese Initiative weiterführend, hat die DGZI dieses Jahrihren Schwerpunkt auf die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Zahnärzten und Zahntechnikern gelegt, dies griff Kongresspräsident Roland Hille in seinem Grußwort auf und konnte nicht ohne Stolz vermelden, dass über 350 Kongressteilnehmer den Weg nach Wiesbaden gefunden haben.

„Das tägliche „Mit-Leben-Erfüllen“ der Schnittstelle Zahntechnik und Zahnmedizin, das ist nicht nur ein x-beliebiges Kongressthema!, so Hille, „nein das ist auch das Credo unserer Fachgesellschaft!“

Und in der Tat hatten die DGZI-Mannen über das ganze Jahrmultiple Aktivitäten auf dieses Generalthema ausgerichtet, welches Strahlkraft auf den Jahreskongress, ebenso auf die erfolgreichen DGZI Curricula, auf die gesamte Öffentlichkeitsarbeit der DGZI und verstärkt auch auf die Aktivitäten der rührigen Studiengruppen der DGZI hatte.

Das „Aktivieren der Schnittstelle Zahnmedizin-Zahntechnik ist eine Herzensangelegenheit der DGZI!“ mit diesem klaren Statement zog vor zwei Jahren der Freiburger Zahntechnikermeister Christian Müller als erster Nichtzahnarzt in den Vorstand der DGZI ein – ein Alleinstellungsmerkmal unter den implantologischen Fachgesellschaften das bis heute Bestand hat.

Ein überaus beredtes Zeichen dieser fruchtbaren Zusammenarbeit ist das „Curriculum Implantatprothetik“, welches die DGZI seitgeraumer Zeit mit der Schulungszentrum Fundamental und seinem Macher Klaus Osten durchführt. In bereits fünfundzwanzig Staffeln konnten Zahntechnikerinnen und Zahntechniker die speziellen Anforderungen der Implantatprothetik erlernen.

So ist es eine logische Konsequenz, dass diese Schnittstelle auch fester Bestandteil eines jeden DGZI-Kongresses ist – dies in Form des Mainpodiums Spezial – Prothetik.

Unter der eloquenten Führung der beiden Chairmen Dr. Ralf Wachten und Dr. Paul Weigl wurden fünf hochkarätige orale Präsentationen aufgerufen.

Über „Verantwortlichkeiten“ im Team Chirurg-Überweiser-Zahntechniker sprach Dr. Paul Weigl, der in seinem Vortrag einige Überraschungen präsentierte, wie z.B. die direkte Eingliederung einer definitiven Krone im Oberkieferfrontzahnbereich ohne vorherige Gingivakonditionierung über provisorische Kronen und auch mit der extraoralen Zementierung einer Krone zur Vermeidung einer „Zementitis“. Weigl outete sich eindeutig als Anhänger einer Sofortimplantation im „chamber concept“, die aber hohe Anforderungen an die präimplantologische Diagnostik und an die Schnittstelle Zahnmedizin-Zahntechnik stellt. Klares Fazit „ohne Absprache, Planung und gegenseitigen Respekt ist der Misserfolg vorprogrammiert“.

Dem pflichtete Dr. Ralf Wachten uneingeschränkt bei, der der Schnittstelle Implantatprothetik sogar die Referenzrolle für Praxiserfolg zuwies. Ausgehend von einigen präsentierten Misserfolgen konnte der Kieferchirurg sein Vorgehen für eine erfolgreiche Implanatbehandlung vorstellen, in dem konsequente Diagnostik und die Ausnutzung der Möglichkeiten der CAD-CAM-Technikwesentliche Rollen spielen.

Mit Professor Dr. Peter Rammelsberg schritt ein sehr renommierter deutschen Lehrstuhlinhaber für zahnärztliche Prothetik an das Rednerpodium, der Heidelberger Hochschullehrer sprach über „Prognose und Komplikationsmuster von Implantat gestützten Brücken und Prothesen“.

Die reinen Implantatüberlebensraten sind bei beiden Versorgungsformen sehr hoch, die Erfolgsraten indes sind wesentlich geringer -Freiend- und rein Implantat getragene Brücken bergen das höchste Risiko für das Auftreten von Komplikationen, die sich in Abplatzung von Keramikverblendungen und im Haftverlust äußern. Männer sind hiervon weitaus häufiger betroffen, ebenso schnitten die vollkeramischen Restaurationen schlechter ab als metallkeramische. Rammelsberg lies es allerdings dabei nicht, sondern stellte im zweiten Teil seines Vortrages zahlreiche Lösungsansätze vor.

Zweifellos nimmt Dr. Michael Leistner aus dem baden-württembergischen Merzhausen bei Freiburg eine Ausnahmerolle in der Ligader Keramikanwender ein, verfügt der in eigener Praxis niedergelassene Zahnarzt(und Zahntechniker) bereits über zwei Jahrzehnte Erfahrung mit nahezu allen keramischen Werkstoffen, welche in der Zahnheilkunde eingesetzt werden.

Leistner sprach über zweiteilige Zirkonimplantate und metallfreie Strukturen und präsentierte zahlreiche Fallbeispiele, bei denen das Zeramex-Implantatsystem zum Einsatz kam.

Dr. Kay Vietor ist ein überaus aktives Mitglied des Internationalen Teams für Implantologie (ITI) und hat zahlreiche hervorragende Beiträge zu implantologischen Kongressen beigesteuert.

Vietor stellte die (rhetorische) Frage „Individuelle Abutments– Schnittstelle zum Erfolg?“ Nach Erläuterung biologischer, technischer und ästhetischer Faktoren, die Vietor erläuterte, war indes sein Fazit eindeutig: Individuelle Abutments sind klare Schnittstellen zum Erfolg“ und „was ich nicht kaputt gemacht habe, muss ich auch nicht ersetzen!“

Dream-Teams

Die Vormittagssession des zweiten Kongresstages war komplett der Darstellung der Zusammenarbeit zwischen Zahntechniker und Zahnmedizinern gewidmet, gleich vier „Dream-Teams“ bestehend aus je einem Zahntechnikermeister und einem Zahnarzt referierten und stellten die Ergebnisse ihrer „Schnittstellenaktivierung“ vor.

Und – dies vorweg – es war faszinierend, was die bis auf das letzte Detail aufeinander eingespielten Duos präsentierten – ob Dr. Bernd Quantius – ZTM Wolfgang Sommer (Schwerpunkt „All-On-Four“), oder Dr. Taskin Tuna – ZTM Volker Weber (Schwerpunkt interdisziplinäre Kommunikation), ob Dr.Michael Vogeler – ZTM Rainer Semsch (Schwerpunkt Gingivakonditionierung im ästhetischen Bereich), bzw. Dr. Detlef Hildebrand – ZTM Andreas Kuntz(Schwerpunkt Digitales Team-Working) – alles wohlbekannte und renommierte Namen und noch bessere Ergebnisse.

Die zehn Referenten brannten ein wahres Feuerwerkverschiedenster Themen ab und dennoch war das Fazit identisch – eine funktionierende Schnittstelle ist der Garant für Erfolg beider Partner.

Dr. Hildebrand brachte es auf den Punkt: „Informationensammeln, Informationen weiter verarbeiten und Zahnersatz herstellen – das sinddie drei Stärken digitaler Techniken!“

Neben den Stärken der digitalen Ketten wiesen die Referenten jedoch auch darauf hin, dass diese keine wesentliche Zeitersparnis gegenüber analogen Techniken bergen, ferne auf die hohen Investitions- und Folge kosten und auf nach wie vor „Lücken“ im Digitalsystem, die vor allem bei der digitalen Abformung zahnloser Kiefer und von vielen Pfeilern gesehen werden – und „Die Entscheidung für oder gegen Digitale Techniken kann nur im Team erfolgen!“

Für das Gelingen der Teamarbeit wurden sieben Schlüsselfaktorendefiniert, deren wesentlichste Teile Kommunikation und Teamgeist, aber auch Verbindlichkeit sind.

DGZI Kontrovers – der zahnlose Oberkiefer im Fokus!

„Wir können auch streiten in der DGZI, aber wenn wir das tun, dann immer konstruktiv“, diesem Zitat des DGZI Präsidenten Professor Dr. Herbert Deppe wurde das diesjährige Podium „DGZI Kontrovers“ erneut überaus gerecht.

Quasi als Auftaktvortrag referierte Profesor Dr. J. R. Strub über den digitalen Workflow in der rekonstruktiven Zahnmedizin. Der Freiburger Hochschullehrer steht nun seit nahezu drei Jahrzehnten der Abteilung für Zahnärztliche Prothetik in Freiburg im Breisgau vor und verfügt über die Erfahrung von vier Jahrzehnten rekonstruktiver Zahnheilkunde.

Aus der analogen Prothetik kommend vermochte Strub die immensen Vorteile der neuen digitalen Techniken ebenso dazustellen, wie deren Limitationen. Fürwahr ein guter Auftakt für das DGZI-Kontrovers -Gespräch.

Unter der Moderation des Fortbildungsreferenten der DGZIwurde in der Diskussion weniger gestritten, als vielmehr abgewogen – Professor Strub und ZTM Kunz wandten sich dem zahnlosen Oberkiefer zu und diskutierten, welche Mittel die bestmögliche Lösung zu erzielen sei.

Beide stimmten in der Einschätzung überein, dass der zahnlose Oberkiefer, zumal wenn auch noch augmentiert wurde, eine echte Herausforderung für beide Seiten ist.

Bei der Wahl der Mittel zur Lösung dieser Herausforderung indes wurden durchaus Unterschiede in den Einschätzungen beider Diskutanten deutlich, letztendlich war das Fazit gegen Ende des Streitgespräches wieder einheitlich.

Letztendlich muss Fall für Fall abgewogen werden und nur die patientenindividuelle Einschätzung kann den Schlüssel für die Entscheidung des weiteren Vorgehens bringen.

Und in der Tag bergen die neuen digitalen Techniken immenses Potential und Möglichkeiten, die noch vor einem Jahrzehnt undenkbar waren. Bindender Standard, auch diese eine klare Aussage beider Diskutanten, ist die Anwendung der digitalen Techniken nicht – es geht auch weiterhin analog, aber digital mitunter eben wesentlich einfacher, schneller und vereinzelt auch besser!

Oralchirurgisches und implantologisches Urgestein – besser könnte eine Kurzcharakterisierung von Professor Dr. Gerhart Wahl wohl nicht formuliert werden. Der Bonner Hochschullehrer und langjährige Sektionsvorsitzende der Deutschen ITI referierte über aktuelle Aspekte von Antikoagulantien. Take-home-message Wahls: Bei Vitamin-K-Antagonisten niemals die Medikation unterbrechen und stets in enger Abstimmung mit dem Hausarzt/Internisten bleiben.

Den Schlusspunkt des wissenschaftlichen Programmes setzte PD Dr. Armin Nedjat, der über die von ihm definierte „MIMI-Flapless II-Technik sprach“. In der anschließenden durchaus kontrovers geführten Diskussion wies Nedjat mehrfach darauf hin, dass die von ihm beschriebene minimalinvasive Insertionstechnik in die Hand des geübten Implantologen und keinesfalls in die des implantologischen Anfängers gehöre.

Internationales Podium und Corporate Podium

Internationale Vernetzung und Fokus auf die niedergelassene implantologisch tätige Praxis – beides sind wesentliche Pfeiler der Deutschen Gesellschaft für Implantologie.

Beide Pfeiler des Wirkens der ältesten europäischen implantologischen Fachgesellschaft finden traditionell Berücksichtigung im wissenschaftlichen Programm und zwar in Form des Internationalen und des Corporate Podiums. Und so hatten Referenten befreundeter Fachgesellschaften aus dem Ausland ebenso die Möglichkeit auf dem 45. DGZI Kongress aufzutreten, wie Kollegen aus der Praxis.

Besonders hervorzuheben sei an dieser Stelle die starke Präsenz der japanischen Delegation, welche alleine vier Referenten zum Internationalen Podium beisteuerten.

In beiden Podien wurde nahezu alle aktuellen Fragen der implantologischen Fachdisziplin dargestellt, Ergebnisse hierzu präsentiert und praxisrelevante Empfehlungen gegeben.

Korrespondenzadresse:

Dr. Georg Bach
Fachzahnarzt für Oralchirurgie
Rathausgasse 36
79098 Freiburg im Breisgau
doc.bach@t-online.de

Mehr Bilder finden Sie hier….

http://mediacenter.zwp-online.info/image/gallery/ID/2908

 

Tätigkeitsschwerpunkt zahntechnische Implantatprothetik – DGZI

ZTM Oliver Beckmann deutschlandweit erster Absolvent des
Tätigkeitsschwerpunkt zahntechnische Implantatprothetik – DGZI

Die Schnittstelle Zahnarzt-Zahntechnik war innerhalb der DGZI nicht nur tragendes Thema des diesjährigen Jahreskongresses, sondern spielt schon eine lange Zeit eine wichtige Rolle in der Fort- und Weiterbildung der DGZI Mitglieder. Neben dem bewährten implantatprothetischen Curriculum der DGZI ist seit diesem Jahr deutschlandweiteinmalig der Tätigkeitsschwerpunkt zahntechnische Implantatprothetik – DGZI vergeben worden. Erster Absolvent ist ZTM Oliver Beckmann, der anlässlich des45. Internationalen Jahreskongresses der DGZI die Prüfung ablegte und seine Urkunde aus den Händen von DGZI Präsident Prof. Dr. Herbert Deppe entgegennahm.

Der Tätigkeitsschwerpunkt zahntechnische Implantatprothetik – DGZI ist eine von der DGZI gemeinsam mit dem Fortbildungszentrum Fundamental in Essen entwickelte Qualifikation. Zu den Zugangsvoraussetzungen und weiteren Details wenden Sie sich bitte an die DGZI Geschäftsstelle.

Internationale Partner der DGZI

  ISOI
International Society of Implantology
AAID
American Academy of Implant Dentistry
FDCU
Faculty of Dentistry - Cairo University
AO
Academy of Osseointegration
GIGIP
Gesellschaft für Implantologie und Gewebeintegrierte Prothetik
IAUSI
International Academy for Ultrasonic Surgery and Implantology
APPDU
Charkow (Ukraine)
GLPD
Georgian League of Implantology Professional Development
SOIA
Sudanese Oral Implantology Association Universität Agadir, Marokko

Publikationen

Implantologie Journal

implants (english)

Kongresse

3. Zukunftskongress für die zahnärztliche Implantologie/Visions in implantology
3. Zukunftskongress für die zahnärztliche Implantologie/Visions in implantology