Der 55. DGZI-Jahreskongress am 13. und 14. November in Dresden vereint unter dem Titel „Dresdner Impulse“ erneut führende Expertinnen und Experten der Implantologie. Im Interview spricht Dr. Georg Bach, wissenschaftlicher Leiter und DGZI-Präsident, über zentrale Kongressschwerpunkte, praxisnahe Formate wie Table Clinics und Live-Tutorials sowie die Förderung des implantologischen Nachwuchses durch die DGZI.
Herr Dr. Bach, die Dresdner Impulse verstehen sich als Treffpunkt von Wissenschaft und Praxis der Implantologie. Welche inhaltlichen Schwerpunkte setzen Sie in diesem Jahr?
Der DGZI-Jahreskongress steht erneut für den engen Austausch zwischen wissenschaftlicher Evidenz und klinischer Anwendung. Unter dem Leitthema „Neues und Bewährtes in der oralen Implantologie“ verbinden wir etablierte Behandlungskonzepte mit aktuellen wissenschaftlichen Entwicklungen. Dabei geht es uns nicht nur darum, neue Erkenntnisse vorzustellen, sondern diese kritisch einzuordnen und mit bewährten Verfahren in Beziehung zu setzen. Unser Ziel ist es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern praxisrelevante Impulse an die Hand zu geben, die sie unmittelbar in ihren Behandlungsalltag integrieren können.
Der Kongress setzt mit Formaten wie Table Clinics und Live-Tutorials bewusst auf Nähe, Praxisbezug und direkten Austausch. Ist genau diese Ausrichtung ein Schlüssel für den langjährigen Erfolg der Veranstaltung?
Absolut. Table Clinics und Live-Tutorials sind seit vielen Jahren ein wesentlicher Bestandteil des Jahreskongresses. Sie schaffen Raum für einen intensiven Dialog zwischen Referierenden und Teilnehmenden und ermöglichen Lernen in einer persönlichen, interaktiven Atmosphäre.
Gerade dieser hohe Praxisbezug macht den Unterschied: Komplexe Inhalte werden nicht nur präsentiert, sondern gemeinsam diskutiert, hinterfragt und nachvollziehbar vermittelt. Die Möglichkeit zum direkten Austausch und zum Hands-on-Erlebnis trägt maßgeblich dazu bei, dass der Kongress seit Jahrzehnten auf große Resonanz stößt.
Mit dem Podium Young Generation DGZI bietet die Gesellschaft jungen Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit, ihre klinischen Fälle sowie neue Technologien und präklinische und klinische Studien vor einem hochkarätigen Fachpublikum zu präsentieren. Welche Bedeutung hat die Förderung des implantologischen Nachwuchses innerhalb der DGZI?
Die Förderung des Nachwuchses gehört zu den zentralen Anliegen der DGZI. Junge Kolleginnen und Kollegen bringen neue Ideen, frische Perspektiven und wissenschaftliche Impulse in unser Fachgebiet ein.
Ein besonderes Highlight ist in diesem Jahr die erstmals auf dem Mainpodium stattfindende Session „Young Generation in Dentistry“. Sie rückt den implantologischen Nachwuchs bewusst in den Mittelpunkt und schafft eine Plattform für den Austausch zwischen erfahrenen Expertinnen und Experten sowie der nächsten Generation von Implantologinnen und Implantologen.
Mit der „Young Generation DGZI“ ermöglichen wir jungen Kolleginnen und Kollegen, eigene klinische Fälle, wissenschaftliche Arbeiten und innovative Konzepte einem hochkarätigen Publikum vorzustellen. Davon profitieren nicht nur die Nachwuchskräfte selbst, sondern die gesamte Fachgesellschaft. Der generationsübergreifende Dialog ist ein wichtiger Motor für die Weiterentwicklung der Implantologie und sichert ihre Zukunftsfähigkeit.
Dresden ist gerade in der Vorweihnachtszeit eine besonders reizvolle Reise wert. Was macht den Dresdner Kongress 2026 an diesem Ort und zu dieser Zeit für Sie persönlich besonders?
Dresden bietet mit seiner einzigartigen historischen Kulisse und dem besonderen Flair der Vorweihnachtszeit einen außergewöhnlichen Rahmen für unseren Jahreskongress. Die Stadt verbindet kulturelle Vielfalt mit einer Atmosphäre, die Begegnungen und persönliche Gespräche auf besondere Weise fördert. Für mich macht gerade diese Kombination aus hochkarätiger Fortbildung, kollegialem Austausch und dem besonderen Ambiente den Reiz des Kongresses aus. Sie schafft ideale Voraussetzungen, um Wissen zu teilen, neue Kontakte zu knüpfen und gemeinsam die Zukunft der Implantologie zu gestalten.
Herzlichen Dank für das Gespräch, Herr Dr. Bach.
Das vollständige Programm zum Jahreskongress der DGZI 2026 finden Sie hier oder unter www.dgzi-jahreskongress.de
Mit eigenen Auftritten auf Instagram und Facebook erweitert die DGZI ab sofort ihre Präsenz in den sozialen Medien und schafft zusätzliche Kanäle für Informationen, Einblicke und den direkten Dialog mit der implantologischen Community.
Der fachliche Austausch in der Implantologie findet längst nicht mehr nur in der Praxis, auf Kongressen oder in Fachzeitschriften statt. Er verlagert sich zunehmend in digitale Räume, in denen Informationen schneller, direkter und unmittelbarer geteilt werden. Diesen Wandel greift die DGZI nun auf und ist ab sofort mit eigenen Auftritten auf Instagram und Facebook vertreten. Über die neuen Social-Media-Kanäle will die Fachgesellschaft künftig aktuelle Entwicklungen aus der Implantologie, Einblicke in Fortbildungen und Veranstaltungen sowie Themen aus Wissenschaft und Verbandsarbeit noch näher an die Community bringen. Gleichzeitig sollen digitale Formate, Nachwuchsförderung und der kollegiale Austausch stärker sichtbar werden.
um 14:30 – 20:30 Uhr im Hotel Hilton, An der Frauenkirche 5, 01067 Dresden
Sehr geehrte Kolleginnen, sehr geehrte Kollegen,
wir freuen uns außerordentlich, sie zu unserer Sommer-Veranstaltung der Studiengruppe
Sachsen einzuladen. Auch diesmal haben wir ein vielfältiges und ansprechendes Programm
für sie zusammengestellt:
14:30 – 14:55 Einlass / Anmeldung
15:00 – 15:10 Begrüßung
15:10 – 16:10 Pocket closure in Parodontitis und Periimplantitis Therapie: leisten
moderne Biologica einen Beitrag? Univ.-Prof. Dr. med. dent. Anton
Friedmann (Lehrstuhl Parodontologie, Witten/Herdecke)
16:10 – 16:20 Diskussion
16:20 – 16:50 Zahnarztpraxis in 3D auf neuem Level Falk Rube (Bankbetriebswirt)
16:50 – 17:00 Diskussion
17:00 – 17:20 Kaffeepause
17:20 – 18:20 Immunologisch inert oder überschätzt? Keramikimplantate auf dem
Prüfstand Dr. Thomas Franke (niedergelassener MKG-Chirurg, Berlin)
18:20 – 18:30 Diskussion
18:30 – 20:30 Get together mit Fingerfood
Im Anschluss laden wir wie gewohnt zum fachlichen und kollegialen Austausch ein.
Die Veranstaltung entspricht den Leitsätzen zur zahnärztlichen Fortbildung der BZÄK und
wird mit vier Punkten bewertet.
Um unsere Planung zu erleichtern, bitten wir sie um eine Anmeldung bis zum 29. Mai 2026
per E-Mail mit DIESEM FORMULAR.
Wir danken unseren Industriepartnern CAMLOG Vertriebs GmbH, REGEDENT GmbH und
apoBank eG für die freundliche Unterstützung.
Mit kollegialen Grüßen
Dr. Thomas Hoch
Studiengruppenleiter
Antje Assmann
Organisation
Muzafar Bajwa
Leitung Studiengruppen
Periimplantäre Erkrankungen weisen eine hohe Prävalenz auf und dieses überaus praxisrelevante Thema kann JEDE implantologisch tätige Praxis betreffen.
Grund genug einen Tag des Online-Wochenendes im Rahmen des DGZI-Curriculums Implantologie diesem zwar unerfreulichen aber doch so wichtigen Themenbereich zu widmen. Zunächst galt es Grundlagen zu erarbeiten, um dann die Abgrenzung zu parodontalen Erkrankungen und deren Therapiemöglichkeiten zu definieren.
Breiten Raum nahm auch die Darstellung der mannigfaltigen Optionen zur Vermeidung einer Periimplantitis ein – die Patientenselektion steht hier an allererster Stelle.
Ja, und wenn dann das Kind doch in den Brunnen gefallen ist und sich eine periimplantäre Entzündung manifestiert hat – was tun?
Der dritte Teil des Online-Kurses beschrieb die Optionen zur Therapie der Perimplantitis! Wie ein roter Faden zog sich hier die Forderung nach einer zusätzlichen Therapiekomponente in Ergänzung bewährter Therapieschemata. Im Fokus hier: Die Dekontamination der keimbesiedelten Bakterienoberfläche.
Den Rahmen der des Periimplantitis-Kursteil stellte die aktuelle S3-Leitline dar, an der die DGZI auch wesentlich mitgearbeitet hat.
Wie relevant das Thema Periimplantitis tatsächlich ist, zeigte die lebhafte Diskussion im Anschluß an den Online-Vortrag.
Fazit einer teilnehmenden Kollegin: „Wie gut, dass ich heute teilgenommen habe – nun habe ich einen Plan!“
17 Jahre erfolgreicher Anatomiekurs Dresden 2009 bis 2026
Dr. Rolf Vollmer
Unter der Leitung von Frau Dr. Ing. Ute Nimtschke (TU Dresden), Prof. Dr. Dr. Andreas Fichter (MKG Leipzig), Priv. Dozent Dr. Dr. Achim von Bomhard (MKG Chirurg in Rosenheim) sowie den Oralchirurgen Dr. Martina Vollmer und Dr. Uta Voigt, und den Implantologen Dr. Navid Salehi (Young Generation Vorstand ) Dr. Rainer Valentin und Dr. Rolf Vollmer fand an der Universität in Dresden Institut für Anatomie bereits zum 17. Mal der Anatomiekurs im Rahmen des Curriculums Implantologie der DGZI statt. Der Kurs, der auch als Einzelauffrischungskurs für den erfahrenen bereits implantierenden Kollegen gedacht ist um entsprechende neue Techniken zu trainieren.
Der Kurs war mit fast 30 Teilnehmern ausgebucht.

Zu den Lernzielen gehört die Vermittlung von theoretischen und praktischen Grundkenntnissen der allgemeinen, speziellen, implantatrelevanten chirurgischen Anatomie und topografischen Anatomie orofacialer Strukturen, Kenntnisse anatomischer Fallstricke, Übungen relevanter allgemeiner spezieller chirurgischer implantologischer Techniken am Humanpräparat und möglichst patientenähnlicher Durchführung der Übungen inklusive Nahtübungen.
Theoretischer Teil:
Zunächst führte Frau Dr. Ing. Ute Nimtschke in die allgemeine chirurgische Anatomie ein,. Es wurden alle für den implantierenden Zahnarzt relevanten Strukturen des Schädelbereiches und Grenzgebiete besprochen. Die Nervversorgung sowie die Gefäßversorgung im Bereich der Kiefer- und der Kieferhöhlen wurde explizit erläutert sowie die angrenzenden Muskeln, deren Ansätze und Verläufe von relevanten Strukturen.
Die betreuende Firma Camlog stellte im Folgenden das zur Anwendung kommende Implantat System detailliert vor, vom Bohrprotokoll über die entsprechenden Indikationen.

Dr. Rolf Vollmer fokussierte dann auf den Ober- und Unterkiefer und erläuterte die sogenannten anatomischen Fallstricke. Dabei handelt es sich um anatomische Abweichungen, anatomische Varianten und Problemzonen. Er ging auf im Speziellen auf Altersveränderungen sowie pathologische Veränderungen und Fehlbildungen ein sowie auch nicht korrekte Platzierung von Implantaten ein. Der Verlauf des Canalis Manibulae und seine Bedeutung für den Implantologen wurde besprochen. Eindrucksvolle Bilder von Knochenquerschnitten ergänzten die Erläuterungen. So wunderte sich mancher Teilnehmer, dass in einem „so spongiösen Knochen“ ein Implantat überhaupt halten kann und eine Primärstabilität erreicht wird. Die Darstellung des Nerven im Röntgenbild und anatomische Besonderheiten wie z.B. die Verdopplung des Nervens wurden dargestellt. Ein besonderes Augenmerk fand auch die Perforation des Unterkiefers nach lingual mit Verletzung der Arteria lingualis, die im ungünstigsten Fall zu lebensbedrohlichen Zuständen oder sogar zum Tod führen kann. Entsprechend der Anatomie und dem Gefäßnervenverlauf sollte auch die Schnittführung adäquat erfolgen und möglichst atraumatisch und verletzungsarm gearbeitet werden. Ebenfalls wurde nochmals die Anatomie des Sinus Maxillaris ausführlich besprochen.

Im Anschluss daran erläuterten die MKG Chirurgen Prof. Dr. Dr. Andreas Fichter (MKG Leipzig) und Priv. Dozent Dr. Dr. Achim von Bomhard (MKG Chirurg in Rosenheim) die Möglichkeiten zur Augmentation. Sie stellten klar, dass kleine Defekte durchaus mit Knochenersatzmaterialien zu ersetzen sind, daß aber ab ab einer gewissen Defektgröße die autologe Transplantation nach wie vor den Goldstandard darstelle. Dies habe auch die vergangene aktuelle Leitlinienkonferenz der AWMF festgestellt in der die großen wissenschaftlichen Gesellschaften inklusive der DGZI mitarbeiten. Die Chirurgen erläuterten, dass anhand von entsprechenden Computerprogrammen bereits im Vorfeld die Menge des Knochenbedarfs festgestellt werden könne, sodass man dann ohne das OP Gebiet zu öffnen bereits im Vorfeld die Entscheidung treffen könnte, ob man intraoralen oder extraoralen Knochen entnehmen müsse.

Dr. Vollmer wies ergänzendmdarauf hin, dass es im folgenden praktischen Teil entsprechende Demonstrationen an dem Humansitus gäbe wo exakt z.B. von der Hüfte der Knochen entnommen werden könnte. Er erläuterte im weiteren die spezielle Technik der Fixierung von Knochenblöcken. Entsprechend der Leitlinie Augmentation könnten jedoch auch andere Knochenersatz Materialien zur Anwendung kommen , wie z.B. allogene Materialien aber je nach Indikation auch xenogene Materialien. Es wurde ebenso die Schalentechnik nach Prof. Dr. Khoury vorgestellt, die man seit einiger Zeit auch analog mit allogenen Schalen machen könne, um ein zweites Op Gebiet für den Patient zu vermeiden.

Nach der theoretischen Einführung fanden sich die Teilnehmer in dem modern ausgestatteten Präparier Saal der TU Dresden ein, um bei praktischen Übungen am Phantom ein „Bohrgefühl“ für das zur Anwendung kommende Camlog Implantat System zu bekommen.

Frau Dr. Ing. Ute Nimtschke (TU Dresden) konnte später an perfekt vorbereiteten Kopfpräparaten sowie einem kompletten Leichensitus die für den Zahnarzt interessanten Strukturen bestens erläutern, so z.B. den Beckenkamm, die Kalotte, den Nervus Suralis, den Kehlkopf, eine Koniotomie und die Gefäßpunktion.
Nach sechs Stunden einer propfunden theoretischen und praktischen Wissensvermittlung

freuten sich die Teilnehmer auf das gemeinsame Abendessen im Hilton Hotel gemeinsam mit den Referenten und den Mitarbeitern der Firmen Camlog, Zepf und Geistlich Biomaterials.
Es wurden interessante Gespräche auch z.B. mit dem Chef der Anatomie Prof. Dr. Dr. Mirko HH Schmidt mit allen am Kurs Beteiligten geführt und neue Bekanntschaften bei einem Wein oder Bier geknüpft.
Am Samstagmorgen trafen sich die Teilnehmer im Präparier Saal wieder.
Die Tischverteilung für die praktischen Übungen wurde erläutert. So wurden Sinusliftverfahren mit den Standardttechniken, simultane Implantation sowie der indirekte Sinuslift geübt. Die gleichen Verfahren konnten dann mit der Piezo Technik ebenfalls geübt werden. Bone Splitting, Bone Condensing, Nervdarstellung im Unterkiefer, Verfahren zur Umgehung eines Sinuslifts bzw. des Nervus Mandibularis, das All-on-Four Verfahren nach Paolo Malo stellten die Themen eines weiteren Tisches dar.
In Kurzvorträgen zwischen den Präparier Übungen erläuterte Dr. Vollmer, Wissen im zunächst die chirurgischen Maßnahmen wie z.B. das Step by Step Vorgehen von der Schnittführung über die Bohrung bis zur Insertion des Implantates. Er betonte, dass speziell die Bohrerschärfe eine große Rolle spiele um das Bohrtrauma möglichst gering zu halten. Deshalb seien scharfe Instrumente eine conditio sine qua non. Gebrauchte Bohrer und Fräsen könnten zu einer Überhitzung des umliegenden Gewebes führen. Eine langsame Drehzahl und ein starkes Drehmoment wurde empfohlen. Auch die Bohrzeit spiele eine Rolle. Man solle auf keinen Fall zu lange ohne Vorschub bohren, da im Knochen eine Hyperämie bereits zwischen 40 und 41 Grad Celsius einträte und zwischen 47 und 48 Grad Celsius eine Blutstase. Deshalb sollten Temperaturen, die über 47 Grad Celsius lägen auf keinen Fall erreicht werden.

Dr. Vollmers Fazit: Zeitlich schnell aber gezielt und sicher bohren und „to know what to do“. Dr. Valentin erläuterte im Weiteren Bonesplitting im zahnlosen Kieferabschnitten. Er betonte, dass dies speziell im Oberkiefer sehr nützlich sei um Knochen in der Breite zu gewinnen. Hiermit könne in manchen Fällen eine Blockaugmentation vermieden werden und da es sich quasi um einen Defekt handele, der weitestgehend vom Knochen umschlossen sei, sein man hier auch durchaus zu Knochenersatzmaterialien greifen könne. Die Vorteile des Bonespreadings und Bonesplittings sah Dr. Valentin darin, dass speziell im anterioren Bereich nach palatinal geschrumpfte Kiefer dann wieder in eine günstigere Position für ein Implantat gebracht werden können. Dr. Valentin ging auch noch mal auf die Problematik des Foramen incicivum ein und empfahl Konstruktionen zu wählen in denen möglichst die Einser als Brückenglieder gestaltet werden um hier eine Touchierung des Foramen incicivums bei der Implantation zu vermeiden. Eine anatomische Demonstration und ein entsprechendes Video vervollständigten die Beschreibung dieser Technik.

Ein weiterer wichtiger Punkt war die Anwendung von Osteotomen. Diese standen passgenau zum Implantatsystem der Firma Camlog zur Verfügung. Osteotome sind zum einen Knochenverdichtung für einen indirekten Sinuslift aber auch zur Knochenspreizung geeignet. Ferner standen spezielle sogenannte Hohlzylinderosteotome (Fa. Zepf) zur Verfügung mit denen aus weichem Knochen entsprechende Knochenzylinder herausgestanzt werden können, die anschließend als autologes Material zur Augmentation zur Verfügung stehen.

Dr. Vollmer empfahl jedoch zur Vermeidung von Komplikationen sich bei Osteotomen auf die Knochenqualitäten D3, D4 zu beschränken, die hauptsächlich im Oberkiefer aber auch im Unterkieferseitenbereich vorkommen. Die Knochenqualität könne im Vorfeld durch entsprechende CT und Computerprogramme festgestellt werden, so dass man sich in diesen Fällen nicht nur auf sein Gefühl verlassen müsste.
Die verschiedenen Sinuslifttechniken wurden erläutert:
Eine Kombination der verschiedenen Techniken sei durchaus möglich. Zur Sinuslifttechnik erklärte Dr. Vollmer, dass im Idealfällen auch nach Überstopfung der Kieferhöhle mit einem geeigneten Ersatzmaterial sich der Knochen soweit resorbiere, bis er wieder an die Wurzeln bzw. an die Implantate reichte. Dies sei ein sicheres Zeichen für einen erfolgten knöchernen Umbau und man könne davon ausgehen, dass man kein totes Material im Sinus habe. Die freundlicherweise von der Fa. Geistlich Biomaterials zur Verfügung gestellten partikulierten Materialien kamen zum Einsatz.

Ferner wurde erläutert, dass in speziellen Fällen auch ein krestaler Zugang wie er früher einmal gemacht wurde, zum Sinus gewählt werden könne, da diese Technik eine zu starke Schwächung der bukalen bzw. lateralen Seite des Sinus verhindere.
Im Anschluss ging man dann noch kurz auf neuere Techniken wie z.B. die Piezo Surgery ein. Im Grunde genommen können sehr viele Operationen sehr schonend mit Hilfe der Piezo Surgery durchgeführt werden. Vorteile sind unter anderem die Vermeidung einer Membran Ruptur bzw. der Schädigung des Nervus Alveolaris inferior. Die betreuende Mitarbeiterin der Fa. Mectron betreute mit den Piezo Geräten der neusten Generation in vorzüglicher Art die Teilnehmer.
Dr. Vollmer erläuterte im Anschluss noch die verschiedensten Methoden, wie man einen Sinuslift in Ausnahmefällen auch vermeiden kann. Er stellte ausführlich das angulierte Einbringen von Implantaten in der Form von Präsinusimplantaten sowie Tuber oder Pterygoid Implantaten dar. Das all-on-four / six Prinzip nach Paolo Malo wurde ebenfalls diskutiert.
Dr. Valentin erläuterte an einem separaten Tisch autologe Knochenentnahmen und den Transfer und die Fixation des Knochens.
Neu im Programm waren Übungen zur Original Schalentechnik nach Prof. Khoury sowie analog dazu mit neuen allogen Platten der Firma Camlog /Henry Schein und der Anwendung von sogenannten Stell- bzw. Positionierungsschrauben zum Aufbau von Knochendefekten mit partikulierten Knochenersatzmaterial.
Diverse Nahttechniken konnten an einem zusätzlichen Tisch unter Anleitung der Oralchirurgin Dr. Martina Vollmer geübt werden.
Alles in allem ein sehr gelungener Kurs, der im Jahr 2027 wieder im Frühjahr statt finden wird . Der Termin wird frühzeitig bekannt gegeben.
Unser Dank gilt unseren Kollegen, die den Kurs betreuten und natürlich auch den beteiligten Firmen, ohne die ein so reibungsloser Ablauf des Kurses nicht gewährleistet wäre.
Dr. Rolf Vollmer
am Mittwoch, 06.05.2026 um 18:30 Uhr in den Räumen der Landeszahnärztekammer Hessen
Rhonestraße 4, 60528 Frankfurt a. Main/Niederrad
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir freuen uns außerordentlich, Sie zu unserer ersten Veranstaltung in diesem Jahr einzuladen!
Der Abend verspricht nicht nur informative Einblicke, sondern auch eine herzliche Zusammenkunft in
den exklusiven Räumlichkeiten der Landeszahnärztekammer Hessen.
Das geplante Programm:
TOP 1: Begrüßung
Muzafar Bajwa M.Sc.
TOP 2: Sofortimplantation, Sofortversorgung und Weichgewebsmanagement in der ästhetischen
Zone. Timing in der Implantologie
Referent: Herr Dr. med. dent. Roman Beniashvili, Fachzahnarzt für Oralchirurgie
Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie, Schorndorf
TOP 3: Chairside bei Sofortimplantationen: Honorar-Potential erkannt?
Referentinnen: Frau Carina Lumpe und Frau Barbara Hornung
Betriebswirtinnen der Zahnmedizin und Zahnmedizinische Verwaltungsassistentinnen
TOP 4: Diskussion
Im Anschluss laden wir Sie zu einem kleinen Imbiss ein, um den Abend in kollegialer und entspannter
Atmosphäre ausklingen zu lassen.
Unser besonderer Dank gilt CAMLOG Vertriebs GmbH sowie büdingendent GmbH, deren
Unterstützung die Durchführung dieser Veranstaltung ermöglicht.
Die Veranstaltung erfüllt die Leitsätze zur zahnärztlichen Fortbildung der BZÄK und wird mit zwei
Fortbildungspunkten anerkannt.
Zur besseren Planung bitten wir um Ihre Anmeldung bis spätestens 30.04.2026 mit diesem
Formular an sekretariat@bajwa-kollegen.de zu senden.
Wir freuen uns, Sie zahlreich begrüßen zu dürfen und gemeinsam einen erkenntnisreichen Abend
zu verbringen.
Mit kollegialen Grüßen,
Muzafar Bajwa M.Sc.
Studiengruppenleiter Frankfurt Rhein/Main
Neuer DGZI Study Club Oberbayern gegründet in Rosenheim
Starker Auftakt in Rosenheim: Neuer DGZI Study Club Oberbayern gegründet Rosenheim – Die implantologische Landkarte im Süden Deutschlands ist um ein wichtiges Forum reicher: Am 25. März 2026 feierte der neue DGZI Study Club Oberbayern seine erfolgreiche Premiere. Unter der fachlichen Leitung des renommierten Rosenheimer MKG-Chirurgen Priv.-Doz. Dr. Dr. Achim von Bomhard kamen zahlreiche Kolleginnen und Kollegen in der Praxisklinik „INN TAL MKG“ im Medical Cube zusammen, um den regionalen fachlichen Austausch auf hohem Niveau zu etablieren.

Fokus auf Präzision: Augmentationstechniken im digitalen Zeitalter Den inhaltlichen Schwerpunkt des ersten Treffens setzte der Gastgeber selbst. In seinem Impulsvortrag widmete sich PD Dr. Dr. von Bomhard dem Thema „Vorhersagbare vertikale und horizontale Augmentationstechniken unter besonderer Berücksichtigung digitaler Planungstechniken“. Dabei wurde deutlich, wie sehr die digitale Präzision heute den Erfolg komplexer Knochenaufbauten stützt. Von Bomhard demonstrierte anhand klinischer Fallbeispiele, wie durch den Einsatz moderner Planungstools nicht nur die Vorhersagbarkeit der Ergebnisse verbessert, sondern auch die Patientensicherheit und Effizienz im chirurgischen Protokoll gesteigert werden kann. Kollegialer Dialog und Networking Getreu dem DGZI-Motto „Von Praktikern für Praktiker“ stand nach dem wissenschaftlichen Teil der persönliche Austausch im Vordergrund. Bei einem gemeinsamen Imbiss nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, individuelle Fragestellungen aus dem Praxisalltag zu diskutieren und neue fachliche Netzwerke in Oberbayern zu knüpfen. Die Resonanz war durchweg positiv: Besonders geschätzt wurde die Kombination aus hochkarätiger Expertise und der entspannten, kollegialen Atmosphäre. Ausblick: Verstetigung des Formats Mit diesem gelungenen Startschuss hat der Study Club Oberbayern ein klares Signal für die regionale Fortbildungskultur gesetzt.

PD Dr. Dr. Achim von Bomhard und die DGZI laden alle interessierten Mitglieder sowie potenzielle Neumitglieder herzlich ein, sich an den kommenden Terminen aktiv zu beteiligen und den Standort Rosenheim als Zentrum für implantologischen Wissenstransfer weiter zu stärken. Kontakt & Termine: Informationen zu den nächsten Veranstaltungen erhalten Sie über die DGZI-Geschäftsstelle oder direkt über die Praxisklinik INN TAL MKG in Rosenheim (praxis@inntal-mkg.de).
Priv.-Doz. Dr. Dr. Achim von Bomhard
Ernsdorferstr. 35
83209 Prien
T: 0170-7113508

Veranstaltungsort: Eichenzeller Schlösschen Schloßgasse, 36124 Eichenzell
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir freuen uns außerordentlich, Sie zu unserer Veranstaltung der Studiengruppe Fulda/Rhön einzuladen. Zusammen mit unserem Kollegen und Vorstandsmitglied der DGZI, Muzafar Bajwa M.Sc., haben wir ein ansprechendes Programm für Sie zusammengestellt:
TOP 1: Begrüßung
Dr. Michael Knapp, Dr. Dirk Leisenberg, Dr. Ulrike Achenbach
TOP 2: Sofortimplantation clever nutzen: Tipps und Trends für Montagmorgen
Referent: Dr. Olaf Daum (niedergelassener Zahnarzt und Implantologe in Leimen)
TOP 3: Chairside bei Sofortimplantationen: Honorar-Potenzial erkannt?
Referentinnen: Frau Carina Lumpe & Frau Barbara Hornung (Betriebswirtinnen der
Zahnmedizin und Zahnmedizinische Verwaltungsassistentinnen)
TOP 4: Diskussion
Im Anschluss laden wir Sie herzlich zu einem Imbiss ein, um den Abend in entspannter Atmosphäre
ausklingen zu lassen. Ein besonderer Dank gilt unseren Industriepartnern MegaGen F.D. AG und büdingendent GmbH für ihre freundliche Unterstützung.
Diese Veranstaltung entspricht den Leitsätzen zur zahnärztlichen Fortbildung der BZÄK und wird mit
zwei Punkten bewertet.
Um unsere Planung zu erleichtern, bitten wir höflich um eine Anmeldung bis zum 10.04.2026 per E
Mail mit DIESEM FORMULAR an sg-fulda@across-service.de.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und einen erfolgreichen Abend.
Unsere Wege kreuzten sich erstmals Mitte/ Ende der neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Wer nun allerdings angesichts der bekannt engen Verbindungen zwischen der OEMUS Media AG und unserer DGZI denkt, dass dieser Erstkontakt einen „implantologischen Hintergrund“ gehabt hatte, der irrt sich gewaltig, nein es waren vielmehr die vielfältigen Anwendungen von Dentallasern, die uns beide faszinierten und ins Gespräch brachte.
Es war ein langes, sehr langes und angenehmes Gespräch.
Zwei Gedanken schossen mir dort – mein Gegenüber betreffend – durch den Kopf:
„Der hat wirklich Ahnung!“ und dann „“Gott, hat der gute Ideen!“.
Die beiden Erstdiagnosen waren richtig und die Diagnosesicherung erfolgten in den kommenden drei Jahrzehnten unserer Zusammenarbeit.
Ja, Jürgen Isbaner hatte wirklich Ahnung, ich denke, dass man mit Fug und Recht behaupten kann, dass es keinen besseren Kenner der deutschen Dentalfamilie gab, als ihn.
Und seine Ideen, die waren einzigartig – und sie waren erfolgreich!
Über die Jahrzehnte sprudelten nahezu ununterbrochen neue Fortbildungsformate aus dem Isbanerschen Büro in Leipzig und krempelten die bis dahin durchaus beschaulich verlaufende deutsche zahnärztliche Fortbildungslandschaft kräftig um.
Viele der zahnärztlichen Fortbildungsformate, die heute fast schon als Allgemeingut betrachtet werden, fußen auf Ideen Jürgen Isbaners.
Daß diese Ideen dann auch umgesetzt (und zwar perfekt und detailversessen!) umgesetzt wurden, da half Jürgen Isbaner u.a. auch sein ausgeprägter Durchsetzungswille und so etablierte sich die OEMUS Media AG nach und nach vom eher lokalen zum gesamtdeutschen und dann auch zum europäischen Anbieter, der heute aus der dentalen Fortbildungslandschaft schlichtweg nicht mehr wegzudenken ist.
Das was die OEMUS Media AG heute ist, verdankt sie in großen Teilen der Arbeit Jürgen Isbaners, ich glaube, das darf ich auch als Außenstehender so formulieren.
Und diese Einschätzung kann ich auch – dieses Mal als Präsident der DGZI – auf meine Fachgesellschaft übertragen.
Das was wir heute darstellen, was wir sind, was wir zu leisten vermögen, verdanken wir zu einem nicht unerheblichen Teil den Ideen und der Arbeit Jürgen Isbaners.
Denn unsere Wege kreuzten sich immer wieder und eine gewisse Strecke verliefen sie oftmals parallel; OEMUS wurde zum Veranstaltungspartner der DGZI und viele, sehr viele Kongresse und Fortbildungen haben wir gemeinsam gewuppt.
Dafür ist die DGZI-Familie Jürgen sehr, sehr dankbar.
Jürgen Isbaner indes nur auf sein überaus erfolgreiches berufliches Wirken zu reduzieren würde dem Menschen Jürgen Isbaner aber keinesfalls gerecht.
Neben dem erfolgreichen Inaugurator und Manager gab es nämlich auch den Familienvater, den Opa, den Freund Jürgen Isbaner, der immer ein offenes Ohr für allerlei Anliegen hatte.
Ja, Jürgen konnte auch gut zuhören und Menschen da abholen, wo sie gerade waren.
Hier haben ihm sicherlich seine pädagogischen Kenntnisse und Erfahrungen als Lehrer aus seinem Leben „vor Oemus“ geholfen und seine pädagogische Ader war sicherlich auch Triebfeder für seine vielen Ideen und Visionen, welche ich bereits erwähnen durfte.
Ja und was uns beide betraf, da war noch die gemeinsame Leidenschaft für „altes Blech“, auch hier trafen sich „Ost und West“ in idealer Weise, denn hier kam uns wiederum meine Leidenschaft für Automobile aus Eisenach sichtlich entgegen.
Auf dem Kotflügel meines F9 bei einem von Jürgens Besuchen in meiner Oldtimerhalle sagte er „auf einem solchen bin ich schon mal gesessen und zwar vor über einem halben Jahrhundert!“ und einige Tage später kam ein wunderbares Schwarzweißbild, welches das Kleinkind Jürgen Isbaner aus den fünfziger Jahren stolz wie Oskar auf dem Kotflügel von Opas F9 sitzend zeigte. Auch das war Jürgen Isbaner – empathisch, mitdenkend, den Menschen zugewandt.

Lieber Jürgen, ein Ruhestand im eigentlichen Sinne und ein Genießen der Ergebnisse Deiner vielen unermüdlichen und so erfolgreichen Arbeit war Dir leider nicht vergönnt.
Wie gerne hätte ich noch die eine oder andere EMW-Tour mit Dir gemacht.
Adieu und DANKE!
Georg Bach
Am Fasnachtsdienstag 2026 verstarb Zahntechnikermeister Christian Müller, der über Jahrzehnte zu den prägendsten Persönlichkeiten der deutschen Zahntechnikszene gehörte.
Der Fokus seiner Arbeit lag eindeutig auf der Implantatprothetik und in seiner Funktion bei der deutschen Tochter des großen eidgenössischen Implantatherstellers Straumann gab er sein immenses Wissen an unzählige Zahntechnikkolleginnen und -kollegen weiter – ja Wissensvermittlung war eine Triebfeder seiner Tätigkeit.
Dabei waren ihm Zahntechnik und Implantatprothetik nicht unbedingt in die Wiege gelegt. Die ersten Ausbildungs- und Berufsjahre verlebte Christian Müller in der Chemie, gefolgt von einer langjährigen Verpflichtung bei der Bundeswehr, wo er den KFZ-Meistertitel erwarb.
Erst dann erfolgte die Zahntechnikphase, wo er seine Kenntnisse als junger Meister gleich im Praxislabor einer renommierten Freiburger Zahnarztpraxis umsetzt. Dort erkannte Christian Müller bereits in der frühen Phase der Implantatprothetik, dass sich diese doch in wesentlichen Schritten von der konventionellen Prothetik unterschied und daß nicht alle zahntechnischen Erkenntnisse auch auf die Implantatprothetik zu übertragen sind. „Es gibt eigene Regeln in der Implantatprothetik“, so Christian Müller im Rahmen einer Podiumsdiskussion einer der legendären Deutschen ITI Kongresse in Köln.
Seine anschließende Tätigkeit bei Straumann war letztendlich logische Konsequenz seines Werdegangs, ebenso wie seine Aufnahme als Fellow der deutschen ITI-Sektion. Hier brachte er – anfangs einer der wenigen Zahntechniker im ITI – in seiner eloquenten, empathischen Weise seine Ansichten und Erkenntnisse ein und bereicherte unzählige Diskussionen und Konferenzen ungemein. Die deutsche ITI-Sektion um deren Chairwoman Dr. Anne Bauersachs hat mit großer Betroffenheit auf die Todesnachricht reagiert und schließt sich mit einem ganz herzlichen „DANKE“ an Christian diesem Nachruf an.
Wie sehr ihm Zahntechnik und Implantatprothetik am Herzen lagen kann man daran festmachen, dass Christian Müller sein eigenes Zahntechniklabor, welches er auch in der Zeit, in der er bei Straumann angestellt war, betrieb, erst Ende des vergangenen Jahres schloß, weil sein Gesundheitszustand den Weiterbetrieb nicht mehr ermöglichte.
Seine bis zu seinem Lebensende erhaltene Neugier Neues zu entdecken und unvoreingenommen sich auf Unbekanntes, mitunter auch Unbequemes einzulassen, erwies sich hier als Stärke Christian Müllers – und Viele, sehr viele profitierten davon. Ob es ein Zahntechnik Kongress war, den Christian organisierte und moderierte, ob es seine jahrzehntelange Referententätigkeit war, oder auch seine langjährige Vorstandstätigkeit in einer implantologischen Fachgesellschaft – Christian Müller war immer zu Stelle, auf ihn war immer Verlass und sein Wort und Rat galten.
Wie viele hitzige Diskussionen hat er mit dem berühmten, verschmitzten „Müller-Lächeln“ entschärft, seine den Menschen Zugewandtheit und Empathie waren beeindruckend.
Ja und dann muß natürlich auch der Familienmensch Christian Müller Erwähnung finden, seine Frau und seine Kinder und dann später die Enkeltochter waren sein ganzer Stolz. Besonders gefreut hat es Christian, dass er die Hochzeit seiner Tochter im vergangenen Jahr noch miterleben durfte.
Die letzten Lebensmonate waren mühsam und unerfreulich, am Fasnachtsdienstag hat uns Christian Müller verlassen.
Er hinterläßt eine Riesenlücke aber Christian Müller hat derart viele positive Spuren hinterlassen, dass er nicht vergessen werden wird.
Lieber Christian, ein Ruhestand im eigentlichen Sinne, war Dir nicht vergönnt – wie gerne hätte ich noch die eine oder andere Oldtimertour mit Dir gemacht – ob auf zwei oder vier Rädern!
Lebewohl!
Dr. Georg Bach, Freiburg