Einladung zur Veranstaltung der Studiengruppe Fulda/Rhön am Dienstag, den 14.04.2026 um 18:30 Uhr

Veranstaltungsort: Eichenzeller Schlösschen Schloßgasse, 36124 Eichenzell

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir freuen uns außerordentlich, Sie zu unserer Veranstaltung der Studiengruppe Fulda/Rhön einzuladen. Zusammen mit unserem Kollegen und Vorstandsmitglied der DGZI, Muzafar Bajwa M.Sc., haben wir ein ansprechendes Programm für Sie zusammengestellt:

TOP 1: Begrüßung
Dr. Michael Knapp, Dr. Dirk Leisenberg, Dr. Ulrike Achenbach

TOP 2: Sofortimplantation clever nutzen: Tipps und Trends für Montagmorgen
Referent: Dr. Olaf Daum (niedergelassener Zahnarzt und Implantologe in Leimen)


TOP 3: Chairside bei Sofortimplantationen: Honorar-Potenzial erkannt?
Referentinnen: Frau Carina Lumpe & Frau Barbara Hornung (Betriebswirtinnen der
Zahnmedizin und Zahnmedizinische Verwaltungsassistentinnen)


TOP 4: Diskussion

Im Anschluss laden wir Sie herzlich zu einem Imbiss ein, um den Abend in entspannter Atmosphäre
ausklingen zu lassen. Ein besonderer Dank gilt unseren Industriepartnern MegaGen F.D. AG und büdingendent GmbH für ihre freundliche Unterstützung.
Diese Veranstaltung entspricht den Leitsätzen zur zahnärztlichen Fortbildung der BZÄK und wird mit
zwei Punkten bewertet.

Um unsere Planung zu erleichtern, bitten wir höflich um eine Anmeldung bis zum 10.04.2026 per E
Mail mit DIESEM FORMULAR an sg-fulda@across-service.de.


Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und einen erfolgreichen Abend.

Nachruf auf Jürgen Isbaner

Unsere Wege kreuzten sich erstmals Mitte/ Ende der neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Wer nun allerdings angesichts der bekannt engen Verbindungen zwischen der OEMUS Media AG und unserer DGZI denkt, dass dieser Erstkontakt einen „implantologischen Hintergrund“ gehabt hatte, der irrt sich gewaltig, nein es waren vielmehr die vielfältigen Anwendungen von Dentallasern, die uns beide faszinierten und ins Gespräch brachte.

Es war ein langes, sehr langes und angenehmes Gespräch.

Zwei Gedanken schossen mir dort – mein Gegenüber betreffend – durch den Kopf:

„Der hat wirklich Ahnung!“ und dann „“Gott, hat der gute Ideen!“.

Die beiden Erstdiagnosen waren richtig und die Diagnosesicherung erfolgten in den kommenden drei Jahrzehnten unserer Zusammenarbeit.

Ja, Jürgen Isbaner hatte wirklich Ahnung, ich denke, dass man mit Fug und Recht behaupten kann, dass es keinen besseren Kenner der deutschen Dentalfamilie gab, als ihn.

Und seine Ideen, die waren einzigartig – und sie waren erfolgreich!

Über die Jahrzehnte sprudelten nahezu ununterbrochen neue Fortbildungsformate aus dem Isbanerschen Büro in Leipzig und krempelten die bis dahin durchaus beschaulich verlaufende deutsche zahnärztliche Fortbildungslandschaft kräftig um.

Viele der zahnärztlichen Fortbildungsformate, die heute fast schon als Allgemeingut betrachtet werden, fußen auf Ideen Jürgen Isbaners.

Daß diese Ideen dann auch umgesetzt (und zwar perfekt und detailversessen!) umgesetzt wurden, da half Jürgen Isbaner u.a. auch sein ausgeprägter Durchsetzungswille und so etablierte sich die OEMUS Media AG nach und nach vom eher lokalen zum gesamtdeutschen und dann auch zum europäischen Anbieter, der heute aus der dentalen Fortbildungslandschaft schlichtweg nicht mehr wegzudenken ist.

Das was die OEMUS Media AG heute ist, verdankt sie in großen Teilen der Arbeit Jürgen Isbaners, ich glaube, das darf ich auch als Außenstehender so formulieren.

Und diese Einschätzung kann ich auch – dieses Mal als Präsident der DGZI – auf meine Fachgesellschaft übertragen.

Das was wir heute darstellen, was wir sind, was wir zu leisten vermögen, verdanken wir zu einem nicht unerheblichen Teil den Ideen und der Arbeit Jürgen Isbaners.

Denn unsere Wege kreuzten sich immer wieder und eine gewisse Strecke verliefen sie oftmals parallel; OEMUS wurde zum Veranstaltungspartner der DGZI und viele, sehr viele Kongresse und Fortbildungen haben wir gemeinsam gewuppt.

Dafür ist die DGZI-Familie Jürgen sehr, sehr dankbar.

Jürgen Isbaner indes nur auf sein überaus erfolgreiches berufliches Wirken zu reduzieren würde dem Menschen Jürgen Isbaner aber keinesfalls gerecht.

Neben dem erfolgreichen Inaugurator und Manager gab es nämlich auch den Familienvater, den Opa, den Freund Jürgen Isbaner, der immer ein offenes Ohr für allerlei Anliegen hatte.

Ja, Jürgen konnte auch gut zuhören und Menschen da abholen, wo sie gerade waren.

Hier haben ihm sicherlich seine pädagogischen Kenntnisse und Erfahrungen als Lehrer aus seinem Leben „vor Oemus“ geholfen und seine pädagogische Ader war sicherlich auch Triebfeder für seine vielen Ideen und Visionen, welche ich bereits erwähnen durfte.

Ja und was uns beide betraf, da war noch die gemeinsame Leidenschaft für „altes Blech“, auch hier trafen sich „Ost und West“ in idealer Weise, denn hier kam uns wiederum meine Leidenschaft für Automobile aus Eisenach sichtlich entgegen.

Auf dem Kotflügel meines F9 bei einem von Jürgens Besuchen in meiner Oldtimerhalle sagte er „auf einem solchen bin ich schon mal gesessen und zwar vor über einem halben Jahrhundert!“ und einige Tage später kam ein wunderbares Schwarzweißbild, welches das Kleinkind Jürgen Isbaner aus den fünfziger Jahren stolz wie Oskar auf dem Kotflügel von Opas F9 sitzend zeigte. Auch das war Jürgen Isbaner – empathisch, mitdenkend, den Menschen zugewandt.

Lieber Jürgen, ein Ruhestand im eigentlichen Sinne und ein Genießen der Ergebnisse Deiner vielen unermüdlichen und so erfolgreichen Arbeit war Dir leider nicht vergönnt.

Wie gerne hätte ich noch die eine oder andere EMW-Tour mit Dir gemacht.

Adieu und DANKE!

Georg Bach

NACHRUF AUF ZAHNTECHNIKERMEISTER CHRISTIAN MÜLLER

Am Fasnachtsdienstag 2026 verstarb Zahntechnikermeister Christian Müller, der über Jahrzehnte zu den prägendsten Persönlichkeiten der deutschen Zahntechnikszene gehörte.

Der Fokus seiner Arbeit lag eindeutig auf der Implantatprothetik und in seiner Funktion bei der deutschen Tochter des großen eidgenössischen Implantatherstellers Straumann gab er sein immenses Wissen an unzählige Zahntechnikkolleginnen und -kollegen weiter – ja Wissensvermittlung war eine Triebfeder seiner Tätigkeit.

Dabei waren ihm Zahntechnik und Implantatprothetik nicht unbedingt in die Wiege gelegt. Die ersten Ausbildungs- und Berufsjahre verlebte Christian Müller in der Chemie, gefolgt von einer langjährigen Verpflichtung bei der Bundeswehr, wo er den KFZ-Meistertitel erwarb.

Erst dann erfolgte die Zahntechnikphase, wo er seine Kenntnisse als junger Meister gleich im Praxislabor einer renommierten Freiburger Zahnarztpraxis umsetzt. Dort erkannte Christian Müller bereits in der frühen Phase der Implantatprothetik, dass sich diese doch in wesentlichen Schritten von der konventionellen Prothetik unterschied und daß nicht alle zahntechnischen Erkenntnisse auch auf die Implantatprothetik zu übertragen sind. „Es gibt eigene Regeln in der Implantatprothetik“, so Christian Müller im Rahmen einer Podiumsdiskussion einer der legendären Deutschen ITI Kongresse in Köln.

Seine anschließende Tätigkeit bei Straumann war letztendlich logische Konsequenz seines Werdegangs, ebenso wie seine Aufnahme als Fellow der deutschen ITI-Sektion. Hier brachte er – anfangs einer der wenigen Zahntechniker im ITI – in seiner eloquenten, empathischen Weise seine Ansichten und Erkenntnisse ein und bereicherte unzählige Diskussionen und Konferenzen ungemein. Die deutsche ITI-Sektion um deren Chairwoman Dr. Anne Bauersachs hat mit großer Betroffenheit auf die Todesnachricht reagiert und schließt sich mit einem ganz herzlichen „DANKE“ an Christian diesem Nachruf an.

Wie sehr ihm Zahntechnik und Implantatprothetik am Herzen lagen kann man daran festmachen, dass Christian Müller sein eigenes Zahntechniklabor, welches er auch in der Zeit, in der er bei Straumann angestellt war, betrieb, erst Ende des vergangenen Jahres schloß, weil sein Gesundheitszustand den Weiterbetrieb nicht mehr ermöglichte.

Seine bis zu seinem Lebensende erhaltene Neugier Neues zu entdecken und unvoreingenommen sich auf Unbekanntes, mitunter auch Unbequemes einzulassen, erwies sich hier als Stärke Christian Müllers – und Viele, sehr viele profitierten davon. Ob es ein Zahntechnik Kongress war, den Christian organisierte und moderierte, ob es seine jahrzehntelange Referententätigkeit war, oder auch seine langjährige Vorstandstätigkeit in einer implantologischen Fachgesellschaft – Christian Müller war immer zu Stelle, auf ihn war immer Verlass und sein Wort und Rat galten.

Wie viele hitzige Diskussionen hat er mit dem berühmten, verschmitzten „Müller-Lächeln“ entschärft, seine den Menschen Zugewandtheit und Empathie waren beeindruckend.

Ja und dann muß natürlich auch der Familienmensch Christian Müller Erwähnung finden, seine Frau und seine Kinder und dann später die Enkeltochter waren sein ganzer Stolz. Besonders gefreut hat es Christian, dass er die Hochzeit seiner Tochter im vergangenen Jahr noch miterleben durfte.

Die letzten Lebensmonate waren mühsam und unerfreulich, am Fasnachtsdienstag hat uns Christian Müller verlassen.

Er hinterläßt eine Riesenlücke aber Christian Müller hat derart viele positive Spuren hinterlassen, dass er nicht vergessen werden wird.

Lieber Christian, ein Ruhestand im eigentlichen Sinne, war Dir nicht vergönnt – wie gerne hätte ich noch die eine oder andere Oldtimertour mit Dir gemacht – ob auf zwei oder vier Rädern!

Lebewohl!

Dr. Georg Bach, Freiburg

NEUE STUDIENGRUPPE DÜSSELDORF am 17.03.2026 um 18.30 Uhr

Liebe Kolleginnen und Kollegen,


wir freuen uns außerordentlich, Sie zu unserer Eröffnungsveranstaltung der Studiengruppe
Düsseldorf einzuladen. Zusammen mit unserem Kollegen und Vorstandsmitglied der DGZI, Muzafar
Bajwa M.Sc., haben wir ein ansprechendes Programm für Sie zusammengestellt:


TOP 1: Begrüßung
Dr. Frederic Kauffmann, Muzafar Bajwa M.Sc.


TOP 2: Knochenaufbau heute: von Socket Preservation über GBR bis zur Schalentechnik –
was funktioniert wirklich?
Referent: Prof. Dr. Dr. Peer Kämmerer (stellv. Direktor der MKG-Chirurgie der
Uniklinik Mainz)


TOP 3: Knochenaufbau heute – Effizienz und Compliance im Fokus der Abrechnung
Referentin: Frau Barbara Hornung (Betriebswirtin der Zahnmedizin und
Zahnmedizinische Verwaltungsassistentin)


TOP 4: Diskussion
Im Anschluss laden wir Sie herzlich zu einem Imbiss ein, um den Abend in entspannter Atmosphäre
ausklingen zu lassen.


Ein besonderer Dank gilt unseren Industriepartnern CAMLOG Vertriebs GmbH und büdingendent
GmbH für ihre freundliche Unterstützung.


Diese Veranstaltung entspricht den Leitsätzen zur zahnärztlichen Fortbildung der BZÄK und wird mit
zwei Punkten bewertet.


Um unsere Planung zu erleichtern, bitten wir höflich um eine Anmeldung bis zum 10.03.2026 per E-Mail mit diesem Formular an sg-duesseldorf@across-service.de.


Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und einen erfolgreichen Abend.

STUDIENGRUPPE GIESSEN / MARBURG am Donnerstag 05.03.2026 um 19.00 Uhr

Liebe Kolleginnen und Kollegen,


wir freuen uns außerordentlich, Sie zu unserer Veranstaltung der Studiengruppe Gießen/Marburg
einzuladen. Zusammen mit unserem Kollegen und Vorstandsmitglied der DGZI, Muzafar Bajwa M.Sc.,
haben wir ein ansprechendes Programm für Sie zusammengestellt:


TOP 1: Begrüßung
Dr. Markus Brandt, Dr. Boris Jablonski, Hubertus Münch


TOP 2: Knochenaufbau heute: Von Socket Preservation über GBR bis zur Schalentechnik –
was funktioniert wirklich?
Referent: Prof. Dr. Dr. Peer Kämmerer (stellv. Direktor der MKG-Chirurgie der
Uniklinik Mainz)


TOP 3: Knochenaufbau heute – Effizienz und Compliance im Fokus der Abrechnung
Referentin: Frau Barbara Hornung (Betriebswirtin der Zahnmedizin und
Zahnmedizinische Verwaltungsassistentin)


TOP 4: Diskussion
Im Anschluss laden wir Sie herzlich zu einem Imbiss ein, um den Abend in entspannter Atmosphäre
ausklingen zu lassen.


Ein besonderer Dank gilt unseren Industriepartnern CAMLOG Vertriebs GmbH und büdingendent
GmbH für ihre freundliche Unterstützung.
Diese Veranstaltung entspricht den Leitsätzen zur zahnärztlichen Fortbildung der BZÄK und wird mit
zwei Punkten bewertet.
Um unsere Planung zu erleichtern, bitten wir höflich um eine Anmeldung bis zum 26.02.2026 per E-Mail mit DIESEM Formular an sg-giessen-marburg@across-service.de.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und einen erfolgreichen Abend.

DGZI gründet neuen Study Club in Süddeutschland! Erstes Treffen am 25. März 2026 in Rosenheim

Unter der Leitung des Rosenheimer MKG-Chirurgen PD Dr. Dr. Achim von Bomhard, gründet die DGZI – Deutsche Gesellschaft für Zahnärztliche Implantologie in Oberbayern einen neuen Study-Club. Alle interessierten DGZI-Mitglieder und auch potentielle Neumitglieder sind eingeladen, an der ersten Veranstaltung am 25. März 2026 um 17.00 Uhr teilzunehmen.

Gründer Achim von Bomhard spricht zu „Vorhersagbaren vertikale und horizontale Augmentationstechniken unter besonderer Berücksichtigung digitaler Planungstechniken“. 

Im Anschluss an den Vortrag sind alle Teilnehmer zu reger Diskussion, zum gemeinsamen Gedankenaustausch und einem Imbiss eingeladen. 

Die DGZI-Studiengruppen haben eine lange Tradition und haben sich trotz Digitalisierung immer wieder in Präsenz behaupten können und erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Nichts geht über den persönlichen Austausch unter Kollegen, das Kennenlernen und die Gespräche unter Gleichgesinnten. 

DGZI-Study Club Oberbayern (Rosenheim)

25. März 2026 um 17.00 Uhr

INN TAL MKG Praxisklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

Medical Cube Rosenheim
Luitpoldstr. 4
83022 Rosenheim
T 08031 271 700
www.inntal-mkg.de

Die Teilnahme ist kostenlos. Sie erhalten 2 Fortbildungspunkte. Bitte melden Sie sich an unter:
E-Mail: praxis@inntal-mkg.de

Erfolgreicher Auftakt der
Studiengruppe Fulda/Rhön

Am 4. November 2025 fand die Eröffnungsveranstaltung der
Studiengruppe Fulda/Rhön mit 65 Teilnehmenden im Eichenzeller Schlösschen statt. Aufgrund der bemerkenswerten Resonanz wird die Studiengruppe künftig halbjährlich stattfinden – der nächste Termin ist der 14. April 2026.


Renommierte Referierende präsentierten aktuelle Schwerpunkte auf fachlich hohem Niveau und boten den Teilnehmenden wertvolle Impulse für die praktische Umsetzung in der eigenen Praxis. Natürlich wurde auch die Möglichkeit zum fachlichen und kollegialen Austausch geboten, der sich
in angenehmer Atmosphäre bei gutem Essen ergab.


In seinem Vortrag „Knochenaufbau heute: von Socket Preservation bis Schalentechnik – was funktioniert in der Praxis?“ stellte Prof. Dr. Dr. Peer Kämmerer, stellv. Direktor der MKG der Uniklinik Mainz, die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse und praktischen Erfahrungen zu den gängigen
Augmentationsverfahren vor. Im Mittelpunkt standen die Socket Preservation zur Volumenerhaltung nach Extraktion, der Sinuslift in seinen verschiedenen Varianten sowie die Blockund Schalentechnik für komplexe Defekte. Dabei zeigte sich, dass der Erfolg sowohl vom verwendeten Material als auch
von einer präzisen Technik, sorgfältiger Fixation und spannungsfreier Weichgewebsabdeckung abhängt. Entscheidend ist, die Methode individuell an Defektmorphologie und biologische Rahmenbedingungen anzupassen, dann lassen sich auch anspruchsvolle Rekonstruktionen vorhersehbar und stabil umsetzen.
In ihrem praxisnahen Vortrag „Knochenmanagement: Socket Preservation und Co. – Effizienz und Compliance im Fokus der Abrechnung“ zeigte Barbara Hornung, Betriebswirtin der Zahnmedizin und Zahnmedizinische Verwaltungsassistentin, wie sich diese Leistungen wirtschaftlich effizient
in der Praxis umsetzen und sicher abrechnen lassen. Im Anschluss nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, individuelle Fragen zu stellen und sich fachlich auszutauschen.


Mit diesem gelungenen Auftakt hat die Studiengruppe Fulda/Rhön einen wichtigen Beitrag zur Erweiterung regionaler Fortbildungsstrukturen geleistet und gleichzeitig die Grundlage für eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Formats geschaffen.
Quelle: DGZI

Implantologie im Spannungsfeld zwischen Praxis und Wissenschaft

54. Internationaler Kongress der DGZI in Hamburg

„Die zahnärztliche Implantologie befindet sich in einem Spannungsfeld, das war schon früher so, aktuell gilt dies indes mehr denn je – stellen wir uns als Kollegenschaft und als Fachgesellschaft dieser bedeutenden Aufgabe!“ Mit diesem Grußwort eröffnete der Präsident der Deutschen Gesellschaft für zahnärztliche Implantologie (DGZI) den 54. Internationalen Jahreskongress der DGZI, der dieses Jahr in Hamburg stattfand.

Dr. Georg Bach

Am Vorabend des ersten Kongresstages war er im Rahmen der Mitgliederversammlung der DGZI für eine dritte Amtszeit einmütig bestätigt worden.

Flankierend zu der Erkenntnis des beschriebenen Spannungsfelds zwischen Praxis und Wissenschaft gesellt sich indes eine weitere hinzu, die man mit Fug und Recht als DNA der DGZI bezeichnen kann: Die orale Implantologie ist eine zahnärztliche Disziplin, die in zahnärztlichen Praxen etabliert und verortet ist. Beides war schon zu Beginn der oralen Implantologie Ende der Sechziger-/Anfang der Siebzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts zutreffend, heute ebenso, wenn nicht sogar noch mehr.

Grund genug für die DGZI als älteste europäische Fachgesellschaft, den diesjährigen Kongress ganz unter das Generalmotto „Spannungsfeld zwischen Praxis und Wissenschaft“ zu stellen:

Mit 50 Referenten und gut 300 Teilnehmer/-innen standen 25 Table Clinics und zwei OP-Tutorials am ersten Kongresstag im Fokus, der Samstag indes stand ganz im Rahmen der Wissenschaft: Namhafte Referenten präsentierten hier herausragende wissenschaftliche Vorträge, abgerundet mit Kursen für das Praxispersonal und einer großen begleitenden aktiven Dentalausstellung mit gut zwei Dutzend ausgesuchten, quasi „handverlesenen“ Industriepartnern.

Zukunftspodium/Young Generation DGZI

Ein erster Höhepunkt gleich zu Kongressbeginn: Zwei überaus bemerkenswerte Vorträge mit – zumindest auf der Papierform – gänzlich unterschiedlichen Ausrichtungen, die aber dann in der Gesamtheit betrachtet ein klares Bild von den Zukunftsoptionen unseres Fachbereiches, ja der gesamten Zahnheilkunde zeichneten. Auch die Zielgruppe für die erste Kongresssession war klar definiert – die jüngere Implantologengeneration!

Da war zunächst der „Altmeister“ – Prof. Dr. Urs Belser (Genf, Schweiz) stellte seine Erkenntnisse zur Langzeitstabilität von ästhetischen Implantatrestaurationen vor und versah den Titel seines bemerkenswerten Vortrags mit dem Hinweis: „eine kritische Analyse“. Für einen Emeritus einer Abteilung für zahnärztliche Prothetik ein überraschendes Statement – „die heroische subtraktive festsitzende Zahnheilkunde ist ein Auslaufmodell!“, so Belser, die „Zukunft gehört hier den adhäsiven, minimalinvasiven Verfahren!“. Als Entscheidungskriterien fungieren hier hohe Vorhersagbarkeit, minimale Invasivität, geringes Risiko, eine gute Zeit-/Kosteneffizienz und die Option einer einfachen Reintervention! In der Langzeitbetrachtung von Implantaten in der ästhetisch relevanten Zone spielt das ongoing alveolar growth eine bedeutende Rolle und bedingt zumeist Änderungen an der Implantatprothetik (wegen eines markanten Schneidekantenunterschieds). Dieser Effekt bedingt die Wahl der Verschraubung, wann immer möglich. Bemerkenswert gut dokumentierte klinische Fälle von Implantaten in der ästhetisch relevanten Zone – teilweise im Dreißigjahresverlauf! – rundeten die Ausführungen des eidgenössischen Referenten ab!

Und dann kamen die „jungen Wilden“ Dr. Markus und Dr. Mathias Sperlich (Freiburg im Breisgau) und konterten mit „Digital-biologische Sofortbehandlung in der ästhetischen Zone“. Die Breisgauer Referenten betonten zu Beginn ihrer Ausführungen die hohe Bedeutung von Patientenzufriedenheit und der Messbarkeit des Erfolgs implantologischer Behandlungen. Zirkondioxidimplantate und die Option der Sofortimplantation spielen hierbei eine ganz wesentliche Rolle, „was ich nicht zerstöre, muss ich nicht wiederaufbauen“, so Markus Sperlich. Das Erreichen eines Drehmoments zwischen 30 und 35 Ncm ist hierbei als Conditio sine qua non zu bezeichnen. Ferner erweisen sich präfabrizierte patientenindividuelle Verschlussschrauben als überaus dichter und nützlicher Wundverschluss.

Zwei derart außerordentliche Beiträge mussten diskutiert werden, denn überspitzt könnte man im direkten Vergleich sagen „Steinzeit gegen Computerspiele“ – aber war das denn wirklich so? Eindeutig nein, denn am Ende trafen sich die vermeintlichen Kontrahenten überaus versöhnlich zu einem Resümee – zur Erzielung nachhaltiger Ergebnisse in der ästhetisch relevanten Zone bedarf es nach wie vor profunder anatomischer Kenntnisse und langfristiger Konzepte. Dabei unterstützen die neuen digitalen Optionen ganz wesentlich und eröffnen auch die eine oder andere Option, die in der analogen Welt nicht möglich gewesen ist. Hier erwies sich die anschließende Podiumsdiskussion neben den beiden herausragenden Vorträgen als dritter Höhepunkt der Eröffnungssession, hatten die Kongressteilnehmer/-innen doch die Gelegenheit, mit führenden Experten „beider Welten“ zu diskutieren. Die Tiefe der Diskussion und auch die Anzahl der Fragen bestätigten, dass mit den drei Referenten exakt die richtigen für das Zukunftspodium gefunden wurden. Erfreulich in diesem Zusammenhang auch die große Anzahl jüngerer Kolleg/-innen im Auditorium die die Podiumsdiskussion mit zahlreichen Fragen befeuerten.

Tutorials

Bereits eine kleine Tradition bei DGZI-Kongressen stellen die Vertiefung bestimmter Themen in Form von Tutorials dar: Diese ermöglichen den Teilnehmer/-innen, einen einmaligen Einblick in die Arbeit renommierter Kollegen zu erleben – und dies in bestechender Qualität. Mit der Einführung dieses Formats beschritt die DGZI dereinst Fortbildungsneuland, das ist heute anders, längst sind die Tutorials unentbehrlicher und fester Bestandteil zahlreicher Kongresse geworden. Dennoch überzeugen die OP-Tutorials der DGZI-Kongresse weiterhin inhaltlich und ferner mit aufwendiger und bemerkenswerter Übertragungsqualität.

Einen furiosen Auftakt liefert hier Prof. Dr. Puria Parvini, der über „Schlüßelfaktoren für erfolgreiche Sofortimplantation und -versorgungen mit innovativem Implantatdesign“ sprach. Sein Kongressthema ist auch seine Paradedisziplin, dies war ab Minute eins des Parvinischen Vortrags spürbar. „Heilungsprozess bedeutet Resorption, und dies wiederum bedeutet Verlust“, so der Frankfurter Hochschullehrer. Um diesem Verlust vorzubeugen, sollte wann immer möglich das Instrument der Sofortimplantation genutzt werden. Faktoren, die die Sofortimplantation beeinflussen, wurden durch Professor Parvini vorgestellt und umfassend erläutert.

Vom Phänotyp über die Planung und das zur Anwendung kommende Material bis hin zum Protokoll. Seine Ausführungen und Thesen untermauerte Parvini mit zahlreichen klinischen Beispielen. Ein praxisnaher Tipp – „verwenden Sie möglichst geringe Implantatdurchmesser, denn breite verursachen Knochen- und Volumenverlust sowie Resorption!“ Dr. Stefan Reinhardt stellte seine Langzeiterfahrungen zur „Sofortimplantation und Sofortversorgung im Praxisalltag – Konzept und Erfahrungen aus 15 Jahren“ vor. Um diese zu erreichen, stellte Reinhardt folgende Forderungen auf: „1,5mm subkrestal der vestibulären Knochenlamelle ist die ideale vertikale Position für ein Sofortimplantat“, so der Münsteraner Implantologe. Die ideale Distanz des Spalts zwischen Implantat und bukkaler Lamelle ist bei 2–3 Millimetern zu suchen. Um einen direkten Kontakt von Implantat zu Knochenersatzmaterial zu vermeiden, verwendet Kollege Reinhardt Eigenknochen, und dann erst kommt das Knochenersatzmaterial zum Einsatz. In einigen Details unterscheidet sich das von ihm angewandte Prozedere vom allgemein konsentierten.

Table Clinics

Für manchen Teilnehmer klassischer Frontalkongressformate ein ungewohnter Anblick – statt der üblichen auf die Bühne ausgerichteten parlamentarischen Bestuhlung nun Rundtische im Sinne einer Bankettbestuhlung! An diesen fanden in drei Staffeln Tischdemonstrationen zu unterschiedlichsten Spezialthemen der Implantologie statt. Jede ausstellende Firma hatte einen Tisch zur Verfügung gestellt bekommen und Referenten verpflichtet, die die Demonstrationen durchführten – hier erwiesen sich die unmittelbar zur Demonstration stattfindenden und auch die anschließenden Diskussionen und Austausche als sehr Erkenntnis bringend. Ein neues Format, welches erneut auf hohe Akzeptanz sowohl der Kongressteilnehmer als auch der Dentalaussteller stieß.

Der zweite Kongresstag – der „Wissenschaftstag“

Nachdem der erste Kongresstag stark praktisch ausgerichtet war, standen am zweiten Kongresstag speziell die wissenschaftlichen Aspekte im Mittelpunkt. Ausgehend von einer Bestandsaufnahme zu aktuellen Trends ging es aber auch hier verstärkt um die Frage, wie wird die Implantologie der Zukunft aussehen?

Das Samstagsprogramm des 54. Internationalen Jahreskongresses der DGZI bot somit wissenschaftliche Überblicksvorträge zu allen relevanten Bereichen der oralen Implantologie wie digitale Implantologie/Prothetik, Knochen und Gewebe sowie Materialien und Design.

Die DGZI-Kongressmacher verfolgten hier erneut das Ziel, dass es bei diesen Vorträgen vorrangig darum gehen sollte, darzustellen, was sein wird, daher nicht um Case-Reports oder Vorstellung einzelner Studien, sondern um die Entwicklungsrichtungen und Visionen. Drei Themenblöcke zogen das Auditorium in den Bann:

Session 1: Prothetische Konzepte zwischen Troubleshooting und Schlüssel zum langfristigen Erfolg

Seit vielen Jahren ein Experte auf dem Gebiet des implantatprotethischen Troubleshootings – Prof. Dr. Matthias Karl, der jüngst als Ordinarius von Homburg nach Marburg wechselte, sprach über „Trouble in der Implantatprothetik“. Der Marburger Hochschullehrer definierte zahlreiche „Problemzonen“ der Implantatprothetik und untermauerte seine Ausführungen mit zahlreichen Fallbeispielen. Da waren primär die planungsfehlerhaften Komponenten, dann die biologischen und letztendlich die technisch-mechanischen Komplikationen.

„Wir reden hier über ein praxisrelevantes Thema!“, so Professor Karl, Abhilfe schaffen in der Hybridprothetik die strikte Beachtung einer gemeinsamen Einschubrichtung mehrerer Implantate zur Vermeidung von Abrasion und Fraktur von Abutments. Das Auftreten einer technischen Komplikation, so Karl, kann als Hinweis auf eine eventuell später auftretende Implantatfraktur gewertet werden. Überraschend auch sein Fazit: „Arbeiten Sie genau, aber vergessen Sie das Thema passive fit!“ Neben dem Implantat-Abutment-Interface spielen seiner Ansicht nach auch Copy-Cat-Implantate eine wesentliche Rolle für das Auftreten technischer Komplikationen. Und wie kommen wir nun aus diesem Dilemma? Die Antwort von Professor Karl: gute Dokumentation, bewährte Komponenten und kooperative Hersteller!

„Verbundbrücken – das Stiefkind oder der Joker?“ – Dr. Olivia Höfer definierte klar und fundiert, wann Verbundbrücken in der oralen Implantologie funktionieren und wann eben nicht. Die an der Universitätszahnklinik Freiburg tätige Oberärztin wartete ebenfalls mit hervorragend dokumentierten Fallbeispielen auf. Gleich zu Beginn ihrer Ausführungen startete Oberärztin Höfer eine Saalumfrage, die belegte, dass auch die Mehrheit im Auditorium Verbundbrücken eher kritisch gegenübersteht.

Höfer unterschied zwischen technischen und biologischen Komplikationen. Die Zahnintrusion trifft vor allem bei ungünstigen Verbindungen einer Verbundbrücke, hier haben sich die nonrigiden Verbindungen als günstig erwiesen. Die Zahnfraktur wird zwar immer wieder als Komplikation angegeben, ist in der Literatur mit unter 5 Prozent Wahrscheinlichkeit aber eher als untergeordnet zu betrachten, wobei Parodontitis und Periimplantitis höhere Relevanz (Wahrscheinlichkeit um die 13 Prozent) aufweisen. Bei den technischen Komplikationen haben sich Frakturen als häufigste Komplikationen erwiesen, wobei vollkeramische Brücken wesentlich schlechter abschnitten als Verblendbrücken. Eine weitere technische Komplikation stellt die Schraubenfraktur dar.

Letztendlich weisen Verbundbrücken signifikant geringere Überlebensraten als rein implantatgetragene Brücken auf. Unter Berücksichtigung der gerade in der Überarbeitung befindlichen Leitlinie empfiehlt Dr. Höfer eine sehr strenge Indikationsstellung und sieht Verbundbrücken eher als Therapie der zweiten Wahl als – um in ihrem Thema zu bleiben – als „Joker in der Hinterhand“!

Nicht mehr aus der deutschen Kongresslandschaft wegzudenken ist Priv.-Doz. Dr. Dr. Keyvan Sagheb, der über „Stabile periimplantäre Gewebe – Schlüssel zum langfristigen Erfolg“ sprach. Priv.-Doz. Sagheb ist Mitarbeiter der überaus rührigen kieferchirurgischen Abteilung der Universitätszahnklinik Mainz und dort in Funktion eines Oberarztes tätig. Erstaunlicherweise findet sich in der Literatur kein eindeutiger Hinweis für die bedingungslose Erfordernis stabiler Weichteilverhältnisse für einen implantologischen Langzeiterfolg. Evidenz liegt aber dafür vor, dass bei ungünstigen Schleimhautverhältnissen an Implantaten eine operative Verbreiterung der marginalen Gingiva zu einer wesentlichen Verbesserung der Implantatprognose führt. Auch in der Phenotypänderung oder in der Kombination aus beiden sieht Sagheb einen hoffnungsvollen Lösungsansatz. Besonderen Wert legte der Mainzer Hochschullehrer auf das Alveolenmanagement. Bei ungünstigen Ausgangsbedingungen hat sich hier sowohl auf Weich- wie auf Hartgewebsseite die Anwendung rein autologischer Materialien als Conditio sine qua non erwiesen.

Session 2: Knochen und Hartgewebe – Regeneration

Auch Prof. Dr. Dr. Johannes Kleinheinz hatte ganz wie sein Vorredner das Weichgewebe im Fokus, aber nicht nur dieses, der an der Universität zu Münster tätige Hochschullehrer nahm auch das Hartgewebe in seine Ausführungen auf. Kleinheinz sprach über „Knochen und Weichgewebe – welche biologischen Zusammenhänge bestehen?“

Während Knochendefizite mittels radiologisch bildgebender Verfahren recht einfach mess- und beurteilbar sind, so trifft dies für die Beurteilung von Weichgewebsdefiziten nur eingeschränkt zu, da uns hier oftmals Messinstrumente und -Verfahren fehlen. Professor Kleinheinz hat sich in den vergangenen Jahren sehr intensiv mit dem Zusammenspiel Weichgewebe und Gefäßversorgung beschäftigt und hier ausgezeichnete Grundlagenforschung betrieben, die u. a. in vielbeachteten Empfehlungen für Schnittführungen mündeten. Aus diesem reichen Erfahrungsschatz leitete Kleinheinz zahlreiche praxisrelevante Tipps für chirurgische Vorgehensweisen ab, so z. B. unbedingt im Rahmen der Sofortimplantation auf ein freies Schleimhauttransplantat zu verzichten, wenn die bukkale Lamelle unter einem Millimeter dick ist. Periimplantäres Hart- und Weichgewebe besitzen eine bidirektionale Funktion, wobei dem Weichgewebe eine Schutzfunktion zugeordnet werden kann. Aus diesen Überlegungen heraus definierte Kleinheinz seine Empfehlungen zum Phänotyp: Aus dickem Knochen resultiert grundsätzliche eine dünne Weichteilbedeckung und umgekehrt, eine typische reverse Relation. Abschließend empfahl Kleinheinz grundsätzlich zuerst eine hartgewebige Behandlung von Knochendefiziten und dann erst die Behandlung der Weichgewebsdefizite. Und – „glauben Sie mir, momentan wird viel zu viel Weichteilaufbau durchgeführt, dies meine Erfahrung!“, so das Schlusswort des Münsteraner Kieferchirurgen.

Der demografische Wandel hinterlässt überall seine Spuren – auch in der zahnärztlichen Implantologie!

Professor Dr. Thomas Weischer sprach über „Moderne Implantologie bei einem zunehmend älter werdenden Patientenklientel“. 2035 wird Deutschland die älteste Bevölkerung der Welt haben, dies – verbunden mit gesundheitsbedingten Limitationen – bedingt die Entwicklung patientenindividueller Therapiekonzepte beim alten (Implantat-)Patienten. Beim Patientenkontingent der „alten Alten“ fehlen uns viele Daten und Erkenntnisse. Beim geriatrischen Patienten ist ein ganzheitlicher Therapieaspekt entscheidend, der seine Limitationen (Hören, Sehen, Lesen, Farbempfinden, taktile Fähigkeiten, kognitive Fähigkeiten etc.) berücksichtigt. Polypharmazie und Art der Medikamente (Antiresorptiva/Psychopharmaka etc.) limitieren zudem den Implantaterfolg. Ziel muss es sein, in Abhängigkeit der physischen und psychischen Situation die individuell beste Therapie zu finden. Die Verwendung zweiteiliger Implantate, die mehr prothetische Lösungen bieten, die Option der Sofortimplantation mit schnellem Behandlungsabschluss und die Wahl minimalinvasiver, einfacher, in der Regel abnehmbarer Versorgungskonzepte, haben sich hierbei als hilfreich erwiesen, so Weischer.

„Digitaler Workflow in meiner Praxis – wie wir Zeitersparnis und Patientenkomfort verbinden“ – ein anspruchsvolles Thema, dem sich Kollegin Jil de Jonghe-Veenhuis stellte. Die in Hamburg tätige Kollegin hat das gesamte implantologische Prozedere ihrer Praxis auf digitalen Workflow umgestellt. Kollegin de Jonghe-Veenhuis sieht im digitalen Workflow eine geeignete Option, Komplikationen zu vermeiden und erwies sich bei der Präsentation ihrer klinischen Fälle als ausgeprägte Befürworterin eines französischen Implantatsystems.

Session 3: Weichgewebe, keramische Implantate und Langzeitkonzepte

Die dritte Session widmete sich implantologischen Randgebieten, von denen indes alle hohe Praxisrelevanz aufweisen – drei Vorträge mit stark unterschiedlichem Fokus ergänzten sich dennoch in idealer Weise:

„Welcher Einfluss hat ein endodontologischer Misserfolg auf die prospektive Implantologie?“, in der Tat ein drängendes und forderndes Thema, dem sich Prof. Dr. Christian Gernhardt widmete.

Der Hallenser Hochschullehrer plädierte klar für den primären Zahnerhalt, dem dann später eine Implantatbehandlung folgen kann, aber nicht folgen muss.

Um dies zu gewährleisten, ist eine konsequente Risikobeurteilung geboten, ebenso wie deutliche Verbesserungen des Outcomes von Wurzelbehandlung erfolgen müssen – die endodontogische Lernkurve ist hier entscheidend, so Gernhardt. Fakt ist indes, dass bei günstigem Behandlungsverlauf neun von zehn Zähnen erhalten werden können und auch bei sehr schweren Fällen mit ausgeprägten periapikalen Läsionen sieben von zehn Zähnen – deshalb das klare Fazit des Hallenser Hochschullehrers: „Endo first, implantology second!“

Dr. Elisabeth Jacobi-Gresser ist seit vielen Jahren auf dem Gebiet der immunologischen Grundlagenforschung bei Implantaten tätig und hat dieses Thema im Rahmen ihrer Tätigkeit als Fortbildungsreferentin der Deutschen Gesellschaft für Implantologie auch zu einem der Fokusthemen der DGZI gemacht. Priv.-Doz. Dr. Stefan Röhling verdanken wir die wesentlichen wissenschaftlichen Grundlagen und Forschungsergebnisse zu Zirkondioxidimplantaten. Somit ein ideales Referentenduo!

Ihr Thema: „Keramik im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Patient“. Die Aktivierung des Interleukinkomplexes, so Dr. Jacobi Gresser, die auch als Umweltzahnmedizinerin tätig ist, kann sich bei manchen Patienten als unvorteilhaft erweisen. Hier stehen nichtmetallische Implantate ohne umgebende dünne Oxidschicht als hochwertige Alternative zur Verfügung.

Auch die Weichteilheilung und die periimplantäre Situation sprechen für die Anwendung von Zirkondioxidimplantaten.

Osseointegration, Ästhetik/vorgängige PARO-Historie und die klinischen Daten sprechen für die Verwendung von Keramikimplantaten, so das Referentenduo.

Die DGZI ist traditionell international sehr gut vernetzt. Eine besonders intensive und fruchtbare Kooperation besteht seit vielen Jahren mit japanischen Kolleg/-innen und deren implantologischer Fachgesellschaft.

Ein beredtes Zeichen dieser außerordentlichen Zusammenarbeit war der Beitrag von Dr. Hidetaka Furuya, der einen in englischer Sprache vorgetragenen Beitrag „Cases of alveolar ridge preservation and immediate implant placing using hydroxyapatite/collagen nanocomposite bone graft tissues“ zum wissenschaftlichen Programm beisteuerte.

Ein kurzes Fazit

Auch beim 54. Jahreskongress der DGZI in Hamburg konnten die Kongressteilnehmer/-innen in der Tat ein besonderes und innovatives Fortbildungsereignis erleben. Bemerkenswert war, dass der Kongress in Hamburg erfreulich gut besucht war und wie bereits im Vorjahr eine deutliche Verjüngung des Auditoriums festzustellen war. Aber nicht nur das: Aus verschiedenen Blickwinkeln von Wissenschaft, Praxis, Politik und Industrie wurde eine attraktive Ebene der Interaktion erreicht. Mit dem Versuch, der dringenden Frage nachzugehen, wie die Implantologie in fünf oder vielleicht zehn Jahren aussehen wird und wie dann neben den fachlichen Aspekten die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sein werden, hat sich die DGZI der Aufgabe „Auflösung des Spannungsfelds“ gestellt und entsprechende Antworten gegeben. Darüber hinaus standen überaus namhafte Referent/-innen der deutschsprachigen zahnärztlichen Implantologie auf der Bühne des Elysée Hotels und sorgten für einen überaus gelungenen Kongress!

„Hamburg war ein gutes Pflaster für die DGZI, ein herzlicher Dank gilt der Hansestadt“, so DGZI-Präsident Dr. Bach in seinem Schlusswort.

PRESSEMITTEILUNG

der DGZI – Deutsche Gesellschaft für Zahnärztliche Implantologie e. V.

Datum: 14.10.2025 / zur Veröffentlichung freigegeben

Dr. Georg Bach erneut Präsident der DGZI

Der Freiburger Oralchirurg Dr. Georg Bach wurde anlässlich der in Hamburg am 2. Oktober 2025 stattgefundenen Mitgliederversammlung zum DGZI-Präsidenten wieder gewählt. In einem ersten Statement dankte Bach seinen Vorstandkollegen für die Arbeit der letzten Jahre und freut sich auf eine weitere gute Zusammenarbeit. Die neue Amtszeit ist bereits Bachs 3. Amtsperiode als Präsident der ältesten implantologischen Fachgesellschaft in Deutschland. Die Wiederwahl des Freiburgers zeugt nicht nur von Kontinuität in der Führung der DGZI, sondern zeigt auch deren strategische Ausrichtung, denn: Als seine Hauptaufgabe und die der DGZI sieht Dr. Bach, in den kommenden Jahren die orale Implantologie auch jungen Zahnärztinnen und Zahnärzten als spannendes Therapiegebiet zu präsentieren und die Schnittstelle zwischen Zahnmedizin und Zahntechnik weiter zu fördern und auch die DGZI als junge und zukunftsorientierte Fachgesellschaft weiter zu etablieren.

DGZI – Deutsche Gesellschaft für Zahnärztliche Implantologie e. V.

Paulusstraße 1

40237 Düsseldorf

www.DGZI.de

sekretariat@dgzi-info.de

Tel. 0211 16970 66

Drei Fragen an: Dr. Georg Bach, Präsident der DGZI

Dr. Torsten Hartmann/Chefredakteur Implantologie Journal

TH: Lieber Dr. Bach, erst einmal herzlichen Glückwunsch zur Wiederwahl als Präsident und zu einem erfolgreichen Jahreskongress in Hamburg. Stimmt unsere Einschätzung, die DGZI wirkt jünger und frischer, die Kongresse konzeptionell und das Publikum ebenso?

GB: Danke für die Glückwünsche und die positiven Eindrücke, für die ich mich ebenfalls bedanke. Ja, es trifft beides zu. Wir sind glücklich über die Tatsache, dass wir inzwischen bei unseren Jahreskongressen Teilnehmer zwischen 23 und 85 begrüßen. Kein Spaß, in Hamburg war das so. Und über diese Range sind wir sehr zufrieden, war es doch gerade mit der Akquise jüngerer Teilnehmer in der Vergangenheit nicht immer einfach. Aber darüber berichten momentan ja alle Fachgesellschaften. Dem wollten wir etwas entgegensetzen und dieses Konzept – seit 2018 in Düsseldorf – hat sich bis heute bewährt. Eine gesunde Mischung aus Vorträgen, Live-Tutorials und Table Clinics, das funktioniert nach wie vor sehr gut. Und, lassen Sie mich das betonen, macht nicht nur uns zufrieden. Die positiven Rückmeldungen kommen von Referenten, Teilnehmern und der Industrie zugleich!

TH: Wie sieht die Strategie der DGZI für die kommenden Jahre aus? Denn einmal Erreichtes zu halten und weiterzuentwickeln ist die wahre Herausforderung.

GB: Da bin ich ganz bei Ihnen – Stillstand bedingt Rückschritt. Und so haben wir damals konsequent über den eigenen Tellerrand herübergeschaut und als das geschafft war, dann war es ab diesem Zeitpunkt an sich kein schwerer Weg. Eher eine notwendige konsequente Umsetzung mit dem Fokus, auch für jüngere Zahnmediziner interessant zu werden und zu bleiben war der Schlüssel zum Erfolg. Wir haben investiert, und das nicht nur finanziell, sondern auch mit reichlich Woman- und Manpower. So waren meine Vorstandskollegen Dr. Vollmer, Dr. Röhling und ich dieses Jahr aktiv in das Programm des Dental Summer in Timmendorf eingebunden. Der Workshop Tag und ein ganzer Tag mit einem wissenschaftlichen Podium in Timmendorf waren komplett ausgebucht. Dort haben wir auch unser Curriculum NEO vorgestellt, mit neuen spannenden Modulen, online Education und auf ein Minimum reduzierten, aber nach wie vor sehr von Hands-On geprägten Präsenzmodulen.

TH: Also Sichtbarkeit und attraktive Angebote an die junge Generation als Erfolgsmodell:

GB: Ganz klares Ja. Aber beides erreichen Sie nicht von heute auf morgen. Wir haben bereits im letzten Jahr in Düsseldorf beim Jahreskongress erste Erfolge dahingehend erzielt, uns wieder und wieder besprochen und das Jahr 2025 minutiös geplant. Ich denke, dass Ergebnis kann sich sehen lassen. Ein konzeptionell verändertes Curriculum Implantologie NEO, ein gelungener Auftritt beim DENTAL Summer und ein erfolgreicher Jahreskongress 2025. Ich bin zufrieden. Und für die kommenden Jahre haben wir noch viel vor.

Lieber Dr. Bach, vielen Dank für das Interview.

INFOS:

Curriculum NEO Implantologie der DGZI

www.DGZI.de

55. Internationaler Jahreskongress der DGZI

13./14. November 2026 in Dresden

www.DGZI-jahreskongress.de

Internationale Partner der DGZI

  ISOI
International Society of Implantology
AAID
American Academy of Implant Dentistry
FDCU
Faculty of Dentistry - Cairo University
AO
Academy of Osseointegration
GIGIP
Gesellschaft für Implantologie und Gewebeintegrierte Prothetik
IAUSI
International Academy for Ultrasonic Surgery and Implantology
APPDU
Charkow (Ukraine)
GLPD
Georgian League of Implantology Professional Development
SOIA
Sudanese Oral Implantology Association Universität Agadir, Marokko

Publikationen

Implantologie Journal

implants (english)

Kongresse

55. Internationale Jahreskongress der DGZI
55. Internationale Jahreskongress der DGZI